Titelaufnahme

Titel
Ein Priester auf Reisen : eine Quellenwertuntersuchung der Reisen des Pater Laurenz Doberschitz / vorgelegt von Marion Jansky, BA
Weitere Titel
A priest travelling : a source value study on the travels of Father Laurenz Doberschitz
Verfasser/ VerfasserinJansky, Marion
Begutachter / BegutachterinBernhard, Guenther
ErschienenGraz, 2016
Umfang130 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-100997 Persistent Identifier (URN)
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Ein Priester auf Reisen [5.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit beschäftigt sich mit den in Kurrentschrift verfassten Reisebeschreibungen von Pater Laurenz Doberschitz (1734-1799). Diese wurden im Zuge der Aufarbeitung transkribiert und teil-ediert. Pater Laurenz Doberschitz, ein gelehrter Mönch aus dem Stift Kremsmünster, reist im sog. Goldenen Zeitalter des Reisens (1763-1792). In dieser Phase entwickelt sich eine Kultur des Reisens, die nicht nur den Adel, sondern auch das gehobene Bürgertum erfasst. Neben geschäftlichen, religiös motivierten und im Sinne der Aufklärung zweckrationalen Bildungs- und Forschungsreisen gewinnt eine neue Form des Reisens an Bedeutung; diese rückt den Eigennutz, also die Erweiterung des eigenen Erfahrungshorizonts, in den Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang sind die Reisen von Doberschitz, die ihn u.a. in den Schwarzwald (1763), nach Rom (1765), nach Prag (1767) sowie in die Steiermark (1789/1791) führen, zu sehen. Diese Masterarbeit befasst sich mit den Reisebeschreibungen der Jahre 1763 und 1767. Doberschitz war hoch gebildet und hatte die aktuellen philosophischen Strömungen seiner Zeit eingehend reflektiert, überregional verfolgt und in seinen Werken verarbeitet. Diese führen eindrucksvoll sein profundes Wissen und sein ausgeprägtes Gefühl für seine Gegenwart vor Augen. Er war sich seiner Bedeutung völlig bewusst, bei allem erkennbaren Bemühen um Objektivität, bekundet Doberschitz auch seine subjektive Wahrnehmung. Vorrangig dienten seine Auslandsaufenthalte der Repräsentation des Klosters und des wissenschaftlichen Informationsaustausches. Im Zentrum der Forschungsfragen stand zum einen die Auseinandersetzung mit handschriftlichen Quellen, zum anderen die Beurteilung der historischen Relevanz solcher Quellen. Dabei sollte die Masterarbeit eine Synthese von theoretischen Grundlagen und empirischen Untersuchungen erbringen, d.h., es wurde eine Brücke zwischen dem theoretischen Verständnis der Reisebeschreibungen zur wissenschaftlichen Auswertung geschlagen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Thesis at hand is about the handwritten travelogues by Father Laurenz Doberschitz (1734-1799). For a better processing these travelogues were transcribed and edited. Father Laurenz Doberschitz, a monk from the monastery of Kremsmünster, travelled in the so-called golden age of travel, the period between the end of the Seven Years War in 1763 and the outbreak of the Napoleonic campaigns in the late 18th century. In this phase, a culture of travel, which not only affected the upper middle class but also the nobility, increasingly developed. In addition to commercial, religiously motivated and along the philosophical movement of the Enlightenment, gained a new form of travel. This made travelling per se to the fore, so that the self-interest and the expansion of the own horizon of experience became the focus. In this context, the journeys of Father Doberschitz could be seen. His travels took him to, among others: South Germany (1763), Rome (1765), Prague (1767), and to Styria/ Austria (1789/1791). This thesis dealt specially with two travelogues: The Travel to the South of Germany/1763 and the trip to Bohemia/1767. Doberschitz was highly educated and had the current philosophical currents of his time reflected in detail, watched the nationwide changes and processed them in his works. This shows impressively his profound knowledge and his strong sense of his presence. He was aware of his meaning and influence. Although Doberschitz apparently attempted to show objectivity, he also expressed his subjective perception. His stays abroad mainly served the higher purpose to represent the monastery and the (academic) information exchange. The influence of Doberschitz, considering his social environment, will be made clear. The research questions focused on the analysis of manuscripts and on the assessment of the historical relevance of such sources. The thesis should provide a synthesis of theoretical foundations and empirical studies.