Titelaufnahme

Titel
Bezahlter Nachhilfeunterricht in Österreich : Strategie zur Reproduktion sozialer Bildungsungleichheiten? / Maria Perner, Bakk.rer.soc.oec.
Weitere Titel
Private tutoring in Austria : a strategy for reproducing social inequalities?
Verfasser/ VerfasserinPerner, Maria
Begutachter / BegutachterinHaller, Max
ErschienenGraz, Mai 2016
Umfang110 Blätter : Zusammenfassungen (1 Blatt) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Nachhilfeunterricht / Soziale Ungleichheit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-100966 Persistent Identifier (URN)
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Bezahlter Nachhilfeunterricht in Österreich [2.46 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bildung wird in Österreich noch immer stark sozial vererbt. Mit „sozialer Vererbung“ meint man, dass der elterliche Bildungsgrad beeinflusst, welchen Bildungsabschluss deren Kinder später erreichen werden. Für 2014/2015 wurde von der Statistik Austria berechnet, dass 28 Prozent der österreichischen Erstimmatrikulierten an öffentlichen Universitäten einen Akademiker zum Vater hatten und in 61 Prozent dieser Fälle auch die Mutter Akademikerin war. Privat bezahlter Nachhilfeunterricht könnte in diesem Zusammenhang ein zusätzliches Mittel zur Manifestierung der sozialen Bildungsungleichheiten sein, da dieser sozioökonomisch schwächere Haushalte benachteiligt.Im Zuge dieser Masterarbeit wurde eine Befragung zur Nachhilfesituation in steirischen Schulen der Sekundarstufe 1 durchgeführt. Beinahe 400 Elternteile konnten für die Erhebung gewonnen werden. Es handelte sich dabei um Mütter und Väter von 10-14-jährigen Schulkindern, die Hauptschulen, Neue Mittelschulen und Unterstufen-Gymnasien besuchten. Das Ergebnis zeigte, dass mehr als die Hälfte der ProbandInnen, respektive deren Kinder, in den letzten 12 Monaten des Untersuchungszeitraums Nachhilfe in jedweder Form beansprucht hatte. Als Gesamtquote für bezahlte Lernhilfe wurde der Wert von 22 Prozent berechnet. Im Einklang zu anderen Studien zeigte sich, dass niedrigere Bildungsgrade mit höheren (bezahlten und unbezahlten) Nachhilfequoten einhergingen.Anhand des statistischen Verfahrens der Regressionsanalyse wurden die Prädiktoren, welche die Inanspruchnahme für bezahlte Nachhilfe beeinflussten, herausgefiltert und einer mathematischen Überprüfung unterzogen. Ein zentrales Resultat war, dass Schulleistungen maßgebliche Faktoren für finanzierte Lernhilfe darstellten. In diesem Zusammenhang konnte eine latente Bildungsungleichheit lokalisiert werden: Eltern mit niedrigeren Bildungsabschlüssen nützten eher das Mittel der bezahlten Lernunterstützung, weil ihre Kinder in der Schule eine schlechtere schulische Performanz zeigten.

Zusammenfassung (Englisch)

Professional private tutoring in Austria - a strategy for reproducing social and educational inequalities?