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Title
Die Gottes- und Schöpfungslehre auf dem Ersten Vatikanischen Konzil / vorgelegt von Mag.theol. Jan Gejdoš
Additional Titles
The doctrine of God and of the creation at the First Vatican Council
AuthorGejdoš, Jan
CensorKörner, Bernhard ; Ebenbauer, Peter
PublishedGraz, 2016
Description435 Blätter
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (GND)Vatikanisches Konzil <1., 1869-1870, Vatikanstadt, Dei Filius> / Gotteslehre / Schöpfungslehre / Rezeption
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-100747 Persistent Identifier (URN)
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Die Gottes- und Schöpfungslehre auf dem Ersten Vatikanischen Konzil [4.47 mb]
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Abstract (German)

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Ersten Vatikanischen Konzil (1869-1870) und insbesondere mit dem ersten Kapitel seiner Konstitution Dei Filius. Diese Konstitution besteht insgesamt aus vier Kapiteln, von denen das erste mit dem Titel Gott, der Schöpfer aller Dinge den Themen der Gotteslehre und der Schöpfungslehre gewidmet ist. Das Konzil bemühte sich, auf die aktuellen philosophischen und theologischen Strömungen zu reagieren, wobei es sein Augenmerk außer dem Rationalismus, Semirationalismus, Naturalismus, Protestantismus, Deismus, Fideismus und Ontologismus vor allem den zahlreichen Erscheinungsformen des Pantheismus zuwandte. Im Hinblick auf die von ihnen vertretenen Ansichten, welche von der traditionellen Gottes- und Schöpfungslehre abwichen, bemühten sich die Konzilsväter und -theologen, diese zwei fundamentalen dogmatischen Gebiete in ihre besondere Obhut zu nehmen. Das Konzil sprach Gott zur Charakterisierung seines Wesens eine Reihe von Eigenschaften zu, wie etwa 'einer', 'wahrer', 'lebendiger', 'unermesslicher', 'vollkommen an Intelligenz und Willen'. Die Auswahl dieser Eigenschaften weist darauf hin, wie das Konzil Gott verstand und worauf es den Akzent setzte. Zugleich berührte das Erste Vatikanum auch die Schöpfungs-lehre, und dies in mehrfacher Hinsicht. Das erste Kapitel der Konstitution Dei Filius erörtert die Ursache der Erschaffung der Welt und der Engel ebenso wie die absolute Freiheit des göttlichen Schöpfungsaktes. Außerdem nahm das Konzil auch den Menschen in den Blick, die für ihn konstitutive Verbindung der Seele mit dem Körper, seine Freiheit im Handeln sowie den Zweck des Menschen und des gesamten Universums. In der Arbeit wird deutlich gemacht, wie vor allem die das Konzil prägenden Persönlichkeiten die aktuellen Probleme verstanden, zu welchen Lösungen sie fanden und welche unter-schiedliche Positionen sie mitunter einnahmen, wobei diese oft in der verschiedenen Herkunft der Konzilsväter begründet waren. Darüber hinaus wird die thematische Vielfalt der Gottes- und Schöpfungslehre des Ersten Vatikanums in einen weiter ausgreifenden theologie-geschichtlichen Kontext gestellt, der die einschlägigen Aussagen und die Vorbildwirkung früherer Konzilien ebenso mit einbezieht wie das wissenschaftliche Werk der tonangebenden Konzilstheologen. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Darlegung der weiteren Entwicklung der Gotteslehre nach dem Ersten Vatikanischen Konzil bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Hier wird an den unterschiedlichen Konzepten der bedeutendsten neueren theologischen Autoren gezeigt, in welchem Maße und in welchen Teilbereichen die in Dei Filius entfaltete traditionelle Gotteslehre in jüngerer Zeit einem tiefgreifenden Wandlungsprozess unterzogen wurde.

Abstract (English)

This doctoral thesis deals with the First Vatican Council (1869-1870), especially with the first chapter of its constitution Dei Filius. It consists of four chapters, the first of them, titled „God, the creator of all things“, is dedicated to the doctrine of God and the doctrine of creation.The council tried to react to the philosophical and theological trends of current interest, turning its attention to rationalism, semirationalism, naturalism, protestantism, deism, fideism and ontologism als well as, first and foremost, to the numerous manifestations of pantheism. Regarding these opinions differring from the traditional doctrine of the church the bishops of the council and their theologians tried to take charge of these two fundamental dogmatic topics. The council awarded God a number of features characterising his being as 'unique', 'true“, 'alive', 'immensurable', 'full of intelligence and will'. The selection of these features gives an idea of how the council saw God and on which aspects it placed particular emphasis. At the same time the First Vatican Council dealed with the doctrine of creation in several aspects. The first chapter of the constitution Dei Filius discusses the cause of creation as well as the absolute freedom of the divine creative act. The council deals with the human being too, including the constitutive connection of body and soul, its freedom of will as well as the purpose of man and the whole universe.The thesis makes clear how the persons forming the council understood the problems of current interest, what solutions they found and what different positions they presented, depending on their own intellectual background. In addition to this, the thematic variety of the doctrine of God and of creation being discussed at the First Vatican Council is put in a broader context, including the scholarly work of the leading theologians as well as the relevant statements of previous councils.The conclusion of the thesis forms a presentation of the further development of the doctrine of God and of creation after the First Vatican Council up to the end of the 20th century. Different concepts of the most important theological authors give a picture of the present theological discussion concerning the understanding of God.

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