Titelaufnahme

Titel
Pflanzen und Insekten auf Biodiversitätsflächen der Agrarumweltmaßnahme ÖPUL : wie werden Pflanzenmischungen von unterschiedlichen blütenbestäubenden Insekten beflogen und wie wirkt sich das zusätzliche Angebot auf den Polleneintrag von sich in der Nähe befindlichen Bienenstöcken aus / vorgelegt von Sandra Christof
Weitere Titel
Plants and insects in biodiversity areas of the agri-environment scheme ÖPUL
Verfasser/ VerfasserinChristof, Sandra
Begutachter / BegutachterinCrailsheim, Karl
ErschienenGraz, 2016
Umfang107 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Biodiversität / Landwirtschaft
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-100540 Persistent Identifier (URN)
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Pflanzen und Insekten auf Biodiversitätsflächen der Agrarumweltmaßnahme ÖPUL [5.16 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Für eine umweltgerechte, den natürlichen Lebensraum schützende Landwirtschaft werden im Zuge der agrarpolitischen Maßnahme „ÖPUL“ Biodiversitätsflächen mit für bestäubende Insekten attraktiven Blühmischungen angelegt. Um ihren Beitrag zur Biodiversität im ersten Teilnahmejahr zu ermitteln, wurden 3 unterschiedliche Saatmischungen an 3 verschiedenen Standorten, sowie eine Brache ohne Saat hinsichtlich Vorkommen und Artenvielfalt von Pflanzen und deren Bestäuber untersucht. Die Auswertung ergab, dass sich gleiche Saaten an den Standorten unterschiedlich etablierten. Zwei Standorte wiesen starke Verunkrautung durch Gänsefuß (Chenopodium sp.) auf. Die Saat mit der geringsten Anzahl an Mischungspartnern besaß allerorts die geringste Blüten- und Insektenhäufigkeit. Die am häufigsten gefundenen Bestäuber waren Honigbienen (Apis mellifera), Hummeln (Bombus) und andere Wildbienen. Unterschiedliche Blühmischungen wurden an verschiedenen Standorten von verschiedenartigen Bestäubern besucht. Hochgerechnet sind Honigbienen auf Flächen mit Saat B und C eines Standortes gegenüber allen anderen Flächen am häufigsten zu finden. Sie besuchten am meisten Steinklee (Melilotus sp.). Hummeln waren überwiegend auf Flächen mit Saat B, sie besuchten vorwiegend Sonnenblumen (Helianthus sp.). Am meisten Wildbienen waren auf der Brachfläche. Deshalb keine erhöhte Biodiversität auf ÖPUL-Flächen im Vergleich zu brachliegenden Flächen ohne Saat festzustellen. Die Analyse des Polleneintrages von sich der Nähe befindlichen Honigbienenvölkern ergab, dass Pflanzen der Untersuchungsflächen mit Saaten genauso gering festzustellen waren, wie Pflanzen der Fläche ohne Saat. Ein großer Anteil stammt von Pflanzen, welche die Saaten enthielten, dort jedoch nicht aufblühten. Ebenfalls wurde Pollen von klassischen Kultur- und Gartenpflanzen gefunden. Der größte Anteil an Pollen stammte von Wildpflanzen (nicht in Saaten, durch Verunkrautung auf den Fläche vorkommende Pflanzen oder klassische Kulturpflanzen).

Zusammenfassung (Englisch)

The agri-environment scheme „ÖPUL“ is a project for environmentally friendly and natural-habitat protective farming. As part of this project biodiversity areas are seeded with mixtures attractive to pollinators. Our aim was to investigate the contribution to biodiversity of these areas in their first year. Plant population and their pollinators were studied at three test sites with three different seed mixtures and one fallow site without seed mixture. Seed mixtures established themselves differently at the different sites. Two sites showed strong infestation with goosefoot (Chenopodium sp.). At all sites the seed mixture with the lowest number of insect-pollinated constituents had the lowest flower and insect frequency. The most common pollinators were honeybees (Apis mellifera), bumblebees (Bombus) and other wild bees. Different seed mixtures were visited at different sites by various pollinators. Extrapolation shows that at one site honeybees were found more commonly in areas with seed mixtures B or C than at all other sites. Honeybees visited melilot (Melilotus sp.) most frequently. Bumblebees were found most commonly in areas with seed mixture B and visited sunflowers (Helianthus sp.) most often. Most wild bees were found in the fallow field. Biodiversity was not increased in ÖPUL areas compared to fallow site. The composition of the pollen yield of nearly situated honeybee hives did not differ among the test sites and the fallow field as far as the plants blooming at the test sites respectively fallow site is concerned. The percentage of these plants is low in the test site as well as in the fallow field. A large percentage consisted of plants present in the seed mixture but not blooming. Pollen from other cultivated and garden plants were found as well. Still, the main percentage of pollen consisted pollen from wild plants not present at the test sites and not cultivated.

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