Titelaufnahme

Titel
Würdevolles Leben bis zum letzten Atemzug : Herausforderungen und Chancen einer ganzheitlichen Betreuung am Lebensende / vorgelegt von Eva-Maria Hermann BEd
Weitere Titel
Graceful life to the last breath : challenges and opportunities of a holistic care at the end of life
Verfasser/ VerfasserinHermann, Eva-Maria
Begutachter / BegutachterinNeuhold, Leopold
ErschienenGraz, 2016
Umfang87 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Sterbebegleitung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-100263 Persistent Identifier (URN)
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Würdevolles Leben bis zum letzten Atemzug [1.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Vorgang des Sterbens ängstigt, schmerzt auf psychische wie auch physische Weise und kann mitunter zu einem langwierigen Prozess werden. So ist das gesamte Leben von Tod und Sterben betroffen, und der Mensch kann dem Bewusstsein dahingehend nicht entrinnen. Alles im Menschen strebt von seiner Anlage her nach geglücktem Leben, und die Tatsache des Sterbens stellt dabei eine existentielle Beunruhigung dar. Dabei wird übersehen, dass auch das Ende des Lebens selbst Leben ist und ihm die Ehrfurcht und Achtung entgegengebracht werden muss, die der Würde menschlichen Lebens entspricht. Selbst wenn der Prozess des Sterbens mit all seinen Begleiterscheinungen und dem körperlichen wie geistigen Verfall einer Person oft alles andere als würdevoll zu sein scheint, so ist die Würde der Person an sich, trotz Krankheiten und Unvollkommenheiten, immer unantastbar. Was die Würde des Menschen aber sehr wohl antasten, ja verletzen kann, ist die Art und Weise, wie mit den letzten Phasen des Lebens umgegangen wird. Die aktuellen Debatten um die Straffreistellung des assistierten Suizids im Parlament und in den Medien bergen u.a. die Gefahr, den Tod als Dienstleistung ins Haus zu holen und somit dem Leben seine unantastbare Würde abzusprechen. Menschliches Sterben und seine Begleitung umfassen Hilfen zum je eigenen Tod, aber nicht im eigenmächtigen Beenden, sondern in der persönlichen Gestaltung und Pflege der letzten Lebensphase.

Zusammenfassung (Englisch)

The procedure of dying scares and even hurts in a psychological as well as physical way and can turn into a lengthy process. Therefore, the entire life is affected by death and dying, and humans cannot escape from consciousness to that effect. Everything in us strives towards a successful life, and the fact of dying represents thereby a vital uneasiness, which makes helpless and drives humans to ignore it. It is overlooked that also the end of life belongs to life and it must be brought to an attention level, which corresponds to the importance of human life. Even if the process of dying with all its accompaniments and the physical as mental decline of a person seems to be often everything else than gracefully, a persons dignity always stays inviolable despite diseases and incompleteness. But what can touch or even injure a persons dignity, is the way how it is dealt with the last phases of life. Current debates about the exemption from punishment position for assisted suicide in the parliament and in the media impose the danger to treat death as a simple service and thus to deny the inviolable dignity of life. Human dying and its supervision include help to own death, but not in arbitrary termination, but in the personal organization and care of the last phase in life.