Titelaufnahme

Titel
Trauerarbeit um früh verstorbene Kinder / eingereicht von Anja Lax-Peitler
Weitere Titel
Work of mourning about prematurely deceased children
Verfasser/ VerfasserinLax-Peitler, Anja Barbara
Begutachter / BegutachterinGroen, Basilius
ErschienenGraz, März 2016
Umfang141 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Trauerarbeit / Kind / Sterben
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-100033 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Trauerarbeit um früh verstorbene Kinder [19.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt er im Leben der Hinterbliebenen immer eine große Lücke. Stirbt ein Kind während der Schwangerschaft, kurz nach der Geburt oder in jungen Jahren, ist die Trauer der Eltern und Angehörigen oft nicht in Worte zu fassen. Sie unterscheidet sich wesentlich von der Trauer um einen älteren Menschen. Diese Arbeit will Einblick geben in diese besondere Form der Trauer um verstorbene Kinder.Im ersten Kapitel wird das Schicksal ungetauft verstorbener Kinder aus der Sicht des christlichen Glaubens beleuchtet. Dabei spielt der Volksglaube, insbesondere in der Vergangenheit, eine wichtige Rolle. Weiters wird untersucht, wie unsere Gesellschaft heute mit dem Trauerfall um ein verstorbenes Kind umgeht und welche gesetzlichen Grundlagen bestimmen, ab wann ein Mensch in der Gesellschaft als Mensch zählt.Im zweiten Teil der Arbeit werden verschiedene Formen von Trauerarbeit vorgestellt. Umfassend wird die Trauer im Internet beleuchtet. Dafür wurden fünf betroffenen Mütter interviewt und die Ergebnisse miteinander verglichen. Es ergaben sich sechs wichtige Gemeinsamkeiten, die für mehr Verständnis im Umgang mit Betroffenen sorgen können. Themenspezifische Internetforen für betroffene Eltern können hilfreich sein, den Tod des Kindes besser zu verarbeiten. Ein solches Forum wird in der Arbeit vorgestellt. Weiters gibt es Vereine und Plattformen, die Betroffenen Hilfe und Unterstützung anbieten.In ganz Österreich gibt es inzwischen spezielle Kindergrabstätten, die ein Ort der Trauer für Betroffene sind. Vorgestellt wird weiters der Weltgedenktag für verstorbene Kinder, das Worldwide Candle Lighting. Diese Initiative bietet Trauernden die Möglichkeit, mit anderen Betroffenen eine Gemeinschaft zu bilden. Im Anschluss werden Gedenkfeiern um verstorbene Kinder aus Kärnten und der Steiermark miteinander verglichen und eine besondere Form der Trauer nicht nur um verstorbene Kinder vorgestellt: der TrauerRaum. Das abschließende Kapitel widmet sich der Männertrauer.

Zusammenfassung (Englisch)

When a person passes away, he or she leaves a large empty space in the lives of his/her bereaved family. Yet if an infant dies during pregnancy, or shortly after birth, or in the first few years of life, the grief of parents and relatives can often not even be put into words. Bereavement of this kind differs considerably from grieving for an older person. Thus the aim of this master thesis is to provide insight into the particular act of mourning for a stillborn child. Chapter 1 focuses, from a Christian viewpoint, on the fate of infants who passed away unbaptized. In such cases, popular myths used to play an important part in the past and still do so to some extent. Subsequently, this thesis analyzes how todays society deals with the act of mourning for a stillborn infant; it also discusses the laws that determine when precisely a yet unborn human being starts being regarded as a member of society.In the second part of this thesis, different forms of the act of mourning are presented, with special regard to expressions of grief on the internet. For this purpose, five bereaved mothers of stillborn babies were interviewed and their statements were subsequently analyzed. As a result, six relevant concurrences were found which may lead to a deeper understanding when dealing with the bereaved. Furthermore, specific online interest groups for concerned parents, such as the one presented in this thesis, may be helpful in coping more efficiently with an infants death. In addition, there are special clubs that offer aid and support for mourning relatives.Recently, special sectors for stillborn infants, that is, sites of mourning designed for bereaved parents and relatives, have been established in graveyards all over Austria. In this context, the thesis presents the Worldwide Candle Lighting, the world memorial day for deceased unborn children. It offers mourning relatives the opportunity to feel as part of a community, in the spiritual company of other bereaved ones. Additionally, the thesis compares memorial services for stillborn infants in Carinthia and Styria; it also presents a recently introduced way of mourning which is not only dedicated to dead infants: the so-called Mourning Room. Finally, a short chapter focuses on the specific act of mourning that is typical of men.