Titelaufnahme

Titel
Zwischen Reflexion und Emotion : Assia Djebars Roman „L'amour, la fantasia” als Ort der Bewegung / vorgelegt von Helena Wiener
Weitere Titel
Between reflection and emotion : Assia Djebars novel „Lamour, la fantasia” as a space of motion
Verfasser/ VerfasserinWiener, Helena
Begutachter / BegutachterinPoier-Bernhard, Astrid
ErschienenGraz, 2016
Umfang94 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterDjebar, Assia <L' amour, la fantasia>
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-99713 Persistent Identifier (URN)
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Zwischen Reflexion und Emotion [1.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Roman "Lamour, la fantasia" der algerischen Autorin Assia Djebar dominieren Musik, Tanz und Bewegung. Die vorliegende Arbeit zeigt auf, wie sich dieser Roman als einerseits emotionales und den Rezipienten bewegendes, andererseits als durchdachtes Meisterwerk herausstellt. Die Prämissen Gernot Böhmes Neuer Ästhetik sowie Simone Winkos Strategien zur Hervorrufung von Emotionen in literarischen Texten dienen der Analyse von Wirkung und ,Atmosphäre‘ dieses literarischen Meisterwerks. Auf einleitende Gedanken zu algerischen Autobiographien folgt die Analyse historischer und autobiographischer Kapitel, in denen Assia Djebar den Narben der kolonialen Zeit nachspürt und ihrem ambivalenten Verhältnis zur französischen Sprache Ausdruck verleiht. Durch die komplexe Anordnung der einzelnen Romanteile und durch die Technik, die Kapitel miteinander zu verknüpfen, ähnelt ihre Schriftstellertätigkeit der Arbeit eines Komponisten. Außerdem unterstreicht die Analyse der kognitiven Metaphern "Lamour, cest la guerre" bzw. "La langue, cest le corps" die bewusst durchdachte Arbeit Assia Djebars. Die anschließende Auseinandersetzung mit den sog. ,voix-Kapiteln‘, dem Prosa-Gedicht "Sistre" sowie dem ersten Aufeinandertreffen der französischen und algerischen Kriegsparteien hebt die Bedeutung von Farben, Naturbeschreibungen und sprachlichen Stilmitteln für den emotionalen Gehalt von "Lamour, la fantasia" hervor. Die Arbeit endet mit der Untersuchung jener Kapitel, die traumähnliche Zustände beschreiben und durch eine Anhäufung sprachlicher Stilmittel die Leserin bzw. den Leser emotional berühren.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper reveals the link between reflection and emotion in "Lamour, la fantasia", the autobiographical masterpiece of Assia Djebar, and considers the novel of this Algerian female author as a well thought-out and at the same time as an emotional and touching work. In order to point out the importance of stylistic characteristics and of descriptions of nature, colours and the human body, the analysis is based on the approaches of Gernot Böhme and Simone Winko who work on the strategies to evoke emotions in literary texts. After an initial discussion about Algerian autobiographies historical and autobiographical fragments of the novel are examined. In these chapters Djebar tries to heal the wounds caused by the colonial atrocities, reveals the ambivalent character of the French language and resembles a composer in her way of arranging and connecting chapters. Furthermore, the two cognitive metaphors "Lamour, cest la guerre" and "La langue, cest le corps" emphasize Djebars reflected, thought-out work. These two concepts demonstrate the link between colonialism and violence against women on the one, between language and body on the other hand. The ,voix-chapters', the prose-poem "Sistre" as well as the first clash of the French and Algerian army show Djebars strategies to evoke emotions. The aim of the last analysis is to emphasize the importance of stylistic characteristics for the expression of emotions in scenes presenting sorrow, dreams and paralyzing fears.

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