Titelaufnahme

Titel
Die Sorge um das zerebratparetische Kind : ethische Konflikte in der interdisziplinären Zusammenarbeit als Herausforderung im klinischen Kontext / eingereicht von Claudia Bäumel, BSc
Weitere Titel
The care about kids with cerebral palsy : ethical conflicts in interdisciplinary collaborations as a challenge for clinical context
Verfasser/ VerfasserinBäumel, Claudia Doris
Begutachter / BegutachterinSchaupp, Walter
ErschienenGraz, 28. Februar 2016
Umfang89 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Cerebrale Kinderlähmung / Medizinische Ethik / Cerebrale Kinderlähmung / Medizinische Ethik / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-99417 Persistent Identifier (URN)
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Die Sorge um das zerebratparetische Kind [6.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Der starke Trend zur Wahrung der Autonomie in der Medizin führt auch zu entsprechenden Diskussionen im Bereich der Pädiatrie. Im Fall der infantilen Zerebralparese handelt es sich um eine permanente Schädigung des zentralen Nervensystems mit wachstumsbedingten progredienten Folgen für den Körper. Das Behandlungsteam ist multidisziplinär. Konflikte in der Kommunikation bilden in der Praxis eine gravierende Barriere für die Implementierung adäquater Vorgehensweisen.Die Schere zwischen theoretischen Ansprüchen bzw. Überlegungen zu Fürsorge,Paternalismus, Allokation, Gerechtigkeit, Autonomie und Nicht-Schaden und der Behandlungsrealität wird durch Rücksichtnahme auf ökonomische Anliegen, mangelnde Sozialkompetenz der Behandler, Datenschutzbestimmungen und fehlende Kommunikationsmöglichkeiten geweitet. Interdisziplinarität wird groß geschrieben, doch in der praktischenUmsetzung gibt es Probleme kommunikativer Natur. Im neuroorthopädischen Bereich,insbesondere in der Pädiatrie, gilt es eine besondere Verantwortung wahrzunehmen, da die Patientengruppe besonders vulnerabel ist und die Mutter-Kind-Beziehung in diesen Fällen besondere Rücksichtnahme verdient. Grundintention dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zur Optimierung der verschiedenen Behandlungssituationen von Kindern mit infantiler Zerebralparese zu leisten, unter besonderer Berüchksichtigung der Autonomie des Kindes. Zudem wird ein Umsetzungsvorschlag zur Implementierung dieser Anliegen in der klinischen Alltagspraxis präsentiert. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Schnittstelle zwischen intra- und extramuralem Bereich als interdisziplinäre Herausforderung gelegt. Darüber hinaus gilt es die Gratwanderung zwischen einer fürsorglichen Orientierung am Wohl des Kindes, der Wahrung der Rechte der Autonomie des Kindes und Transparenz bezüglich der Behandlungsoptionen zu bewältigen. Sie betrifft besonders auch die "informed consent" Problematik bei dieser Krankheit. Darüber hinaus sind Steakholderanalysen Teil der Arbeit, wie auch eine konfliktorientierte Interpretation der medizinischen Wissenschaft und ein diskursethisches Lösungsmodell zur Verbesserung der interdisziplinären Kommunikation mit patientenorientiertem Fokus. Conclusio: Die Essenz der Arbeit wird durch die Bedeutung der Beziehungen aller Beteiligten, die Sozialkompetenzen der Behandler und die tatsächlichen Durchführungsmöglichkeiten sichtbar.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction: There is a growing importance of issues of patient autonomy in all fields of medicine. Pediactric cases in this respect deserve a special consideration which is different from adult cases. Cerebral palsy consists is a permanent lesion of the central nervous system committing, which has progressive negative consequences for the whole body. The therapeutic approach is multidisciplinary.Conflicts in discussions aect the implementation of applied-ethics in medicine.The gap between theoretical considerations, such as welfare, paternalism, allocation,equality, autonomy, is increasing to practical considerations about economy, social skills of practitioners, clinical situations of daily living, data privacy and possibilities for communication. Interdisciplinarity is a big topic in medical treatments, but very often there is a problem in execution. In paediatrics, especially in the field of neuroorthopeadics, one has to take special responsibility for patients becausechildren are a very vulnerable group and the mother-child-realtionship in these cases is a special challange in the context of proper medical treatment. The main aim of this study is to contribute to an optimisedcare situation for children with cerebral palsy, always keeping the childs autonomy in the focus of attention.Then,it wants to present practical model which helps to overcome the mentioned problems. It is very difficult to find the right balance between the appropriate amount of (paternalistic) care, protection ofthe childs autonomy-rights and necessary transparency with regard to decision options and it needs much empathy to handel questions of informed consent. Part of the study is also a steakholder analysis,a critical interpretation of medical science and a discourse ethics based model for optimising interdisciplinary communications in the name of an optimal treatment for children with cerebral palsy. Conclusion: The conclusion is based on the ability to build relationships among the participants, the practitionerssocial skills and the actual execution.

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