Titelaufnahme

Titel
Der Beweis durch Augenschein im Zivilprozess / eingereicht von Christina Dietrich
Weitere Titel
The evidence by personal inspection in civil proceedings
Verfasser/ VerfasserinDietrich, Christina
Begutachter / BegutachterinSimotta, Daphne
ErschienenGraz, im November 2015
UmfangVIII, 126 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Zivilprozess / Augenschein
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-99198 Persistent Identifier (URN)
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Der Beweis durch Augenschein im Zivilprozess [1.01 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Beweis durch Augenschein ist eines der fünf klassischen Beweismittel der österreichischen Zivilprozessordnung, dessen Bestimmungen sich seit Inkrafttreten der ZPO im Jahre 1895 nicht verändert haben. Diese Arbeit hat sich das Ziel gesetzt den Augenscheinsbeweis und die damit zusammenhängenden Rechtsprobleme umfassend darzustellen. Dafür wird zuerst der Begriff des Augenscheins sowie dessen Bedeutung und Zusammenspiel mit dem Prozessgrundsatz der Unmittelbarkeit erörtert. Des Weiteren beschäftigt sich die Diplomarbeit mit der Abgrenzung des Augenscheinsbeweises von anderen Beweismitteln (insb Urkundenbeweis, Sachverständigenbeweis). Durch den technischen Fortschritt im 20. Jahrhundert, kamen „neue“ Beweismittel auf, welche in das Beweismittelsystem eingeordnet werden mussten. Unter der Bezeichnung „neue“ Beweismittel werden vor allem schriftliche Auskünfte aufgrund einer Anfrage an eine Behörde, Ergebnisse von Meinungsumfragen, Tonbänder, Videoaufzeichnungen, Lichtbilder und andere Datenträger verstanden. Inwieweit sich dem Augenscheinsbeweis dadurch neue Möglichkeiten eröffneten und welche Rolle er dabei spielt, wird in einem Kapitel behandelt. Ein weiterer großer Bestandteil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und für wen es Herausgabepflichten hinsichtlich Augenscheinsgegenstände und Duldungspflichten bei Vornahme eines Augenscheins im Zuge eines Zivilprozesses gibt. In dem Zusammenhang werden die unbedingten Editionspflichten des § 304 ZPO erläutert, sowie auf Vorlageverweigerungsgründe gemäß § 305 ZPO Bezug genommen. Durch den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union, haben sich auch für den Augenscheinsbeweis aufgrund des Inkrafttretens der EuBVO (Europäische Beweisaufnahmeverordnung) neue Möglichkeiten eröffnet. Bezugnehmend auf diese Verordnung wird beschrieben auf welche Weise ein Ortsaugenschein im EU-Ausland erfolgen kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The evidence by personal inspection is one of the five classical means of evidence of the Austrian civil process order, which requirements havent changed since 1895 were the CPO has coming into force. This work has the aim to show the evidence by personal inspection and related legal problems. First of all the definition and the meaning of the personal inspection will be accurately described. Furthermore a strict differentiation of the personal inspection from other means of evidence (documentary evidence, expert evidence, information evidence) will be done. The evidence by personal inspection is also important for the classification of the so called “new” means of evidence, which came up due to the technical progress in the 20th century. Another major part of this work is focused on the obligation to surrender objects of personal inspection and the obligatory tolerance by taking a personal inspection. Referring to, the Council Regulation (EC) No 1206/2001 of 28 May 2001 on cooperation between the courts of the Member States in the taking of evidence in civil or commercial matters, the possibility of taking a personal inspection in a foreign country of the European Union will be described.