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Title
No worries oder doch Grund zur Sorge? : die Problematik beim Übersetzen von Kulturspezifika und Wortspielen anhand des Beispiels von Terry Pratchetts Scheibenweltroman The last continent / vorgelegt von Doris Hollnbuchner
Additional Titles
No worries or "Kein Grund zur Sorge"? : the difficulties of translating culture-specific items and wordplay represented with the German translation of Terry Pratchett's discworld novel The last Continent
AuthorHollnbuchner, Doris
Censorvan Lawick Brozio, Heike
PublishedGraz, 2016
Description81 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Annotation
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Pratchett, Terry <The last continent> / Übersetzung / Deutsch
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-99125 Persistent Identifier (URN)
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No worries oder doch Grund zur Sorge? [1.31 mb]
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Abstract (German)

In der vorliegenden Arbeit wurde die deutsche Übersetzung des Fantasyromans The last Continent von Terry Pratchett untersucht. Mit der Analyse der im Text vorkommenden Kulturspezifika und Wortspiele sollte herausgefunden werden, ob der Roman eher verfremdend oder eher einbürgernd übersetzt wurde und wie sich die gewählte Strategie auf den Text insgesamt ausgewirkt hat. Dabei sollte auch die Frage beantwortet werden, inwieweit Kulturkenntnisse beim Übersetzen von Fantasyliteratur wichtig sind, und ob die vielfach geübte Kritik an den Übersetzungen von Andreas Brandhorst von einem objektiven Standpunkt aus gerechtfertigt ist. Bereits bei der Ausarbeitung der theoretischen Grundlagen konnte festgestellt werden, dass Terry Pratchett innerhalb der Fantasyliteratur einen Sonderstatus einnimmt. Dies hat im deutschen Sprachraum in den vergangenen Jahren zu einem Übersetzer_innenwechsel und der Neuübersetzung seiner bestehenden Werke geführt.Im Vorfeld der Untersuchung wurde von der Hypothese ausgegangen, dass sprachliche Äußerungen wie Slang, Ortsnamen oder Redewendungen den schwierigsten Teil der Übersetzung darstellen und größtenteils nicht ohne Verlust des Wortwitzes in eine andere Sprache übertragen werden können. Die Analyse erfolgte mit der von Javier Franco Aixelá aufgestellten Analysemethode, mittels derer die sogenannten Culture-Specific Items in einem Text herausgefiltert und mögliche Übersetzungsstrategien für diese gefunden werden können. Darüber hinaus wird die Übersetzung von Humor und Wortspielen unter Zuhilfenahme der von Peter Low vorgeschlagenen Strategien betrachtet. Mit der Analyse konnte festgestellt werden, dass der Roman stark einbürgernd übersetzt wurde, wodurch viele der darin enthaltenen Kulturbezüge verloren gingen. Dies lässt sich sowohl auf die Arbeitsbedingungen und die fehlenden Kulturkenntnisse des Übersetzers zurückführen, als auch auf das zunächst angenommene Zielpublikum der Romane, das eher in jugendlichen Leser_innen gesehen wurde.

Abstract (English)

In the present thesis, the fantasy novel The last Continent by Terry Pratchett shall be analyzed. The analysis aims at finding out if the German translation of the novel was oriented towards domestication or foreignization, and how the strategies applied in the translation of culture-specific items and linguistic allusions affected the translation on the whole. Already during the development of the theoretical basis of this thesis, it could be found out that Terry Pratchett takes up a special status within the field of fantasy literature. In recent years, this has led to a change of translators and a retranslation of his novels in the German-speaking area.The present work parted from the hypothesis that certain linguistic phenomena such as slang, place names, and fixed expressions constitute the most difficult part of the translation and can not be transferred into another language without the loss in great part of the novels wit. In addition, the hypothesis was put forward that cultural and geographic references mostly can not be recognized without founded cultural background knowledge. The analysis carried out in the empirical study was based on Javier Franco Aixelás method, whereby culture-specific items are isolated from the text and possible translation strategies are sought. In addition, Peter Lows strategies for translating humor and puns served for the analysis of the translation.By means of the present analysis, it was found out that the novels translation relied heavily on domestication, which led to the loss of many culture-specific references. This can be traced back to the working conditions and the missing cultural background knowledge of the translator, as well as to the fact, that the intended target audience of the translations initially were younger readers.