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Title
Verbale und nonverbale Konfliktbearbeitung im Forumtheater : Chancen einer interaktiven Theaterform zur Bearbeitung zwischenmenschlicher Konflikte / Abelina Holzer, BA
Additional Titles
Verbal and nonverbal forms of working on conflicts in forum theatre: Chances of interactive theatre for working on interpersonal conflicts
AuthorHolzer, Abelina
CensorPenz, Hermine
PublishedGraz, März 2016
Description146 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in englischer und deutscher Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Konfliktregelung / Theaterspiel
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-99071 Persistent Identifier (URN)
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Verbale und nonverbale Konfliktbearbeitung im Forumtheater [2.24 mb]
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Abstract (German)

Ziel dieser interdisziplinären Masterarbeit ist es, herauszufinden, inwieweit Forumtheater ein nutzvolles Instrument für Konfliktbearbeitung sein kann. Soziale Konflikte und ihre Bearbeitung sind eng verknüpft mit Kommunikation. Ihre Hauptfunktion auf zwischenmenschlicher Ebene ist es, Gedanken, Vorstellungen und Meinungen mitzuteilen und sich über sie austauschen zu können. Doch das Wort kommt nie allein. Wir denken und sprechen es aus wie es dann verstanden wird, hängt stark von dem es begleitenden nonverbalen Verhalten ab. Die intensivierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit nonverbalen Verhaltensweisen um 1970 ermöglichte eine Erweiterung der Sicht- und Bearbeitungsweisen von problematisierten Kommunikationen, Missverständnissen, die schnell zu Konflikten führen. Geprägt von sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen Normen, Werten drückt unser nonverbales Verhalten unbewusste, individuelle Erfahrungen aus. Es beeinflusst unsere sozialen Umgangsformen und bildet den Entschlüsselungscode unserer verbalen Äußerungen. Die Ansätze der Systemtheorie und die Erkenntnis über das Zusammenspiel von verbaler und nonverbaler Kommunikation stellen eine wichtige Grundlage für die Bearbeitung von sozialen Konflikten dar. Voraussetzung für jede ergebnisorientierte Arbeit mit Kontroversen ist ein neutraler, wert- und ideologiefreier Raum. Diese Masterarbeit beleuchtet das Konzept des Forumtheaters als mögliche Konfliktlösungsstrategie unter diesen Gesichtspunkten und unterstreicht anhand einer eingehenden Analyse die Bedeutung der Bewusstwerdung von Denk- und Verhaltensmustern für eine zielführende Konflikterkenntnis und -bearbeitung. Die Ergebnisse: Forumtheater hält eine Vielzahl an Methoden bereit, um Ursachen und Motive von Konflikten zu identifizieren und zu bearbeiten. Gleichzeitig erreicht Forumtheater aufgrund seiner breiten Öffentlichkeit und der Beteiligung des Publikums verschiedenste Menschen, denen ein Nach-, Weiter- oder sogar Umdenken ermöglicht wird.

Abstract (English)

The aim of this interdisciplinary Master's Thesis is to investigate how forum theatre can contribute to solving conflicts. The way social social conflicts are dealt with is closely related to communication. The main function of communication lies in exchanging thoughts, beliefs and opinions. However, we never know how the words that we have uttered will be received by the addressee. The reception of communication is also influenced by non-verbal behavior.Research on non-verbal communication around 1970 broadened our understanding of misunderstandings in communication and resulting conflicts substantially. Our non-verbal behavior is strongly influenced by social and cultural norms and thus expresses unconsciously individual experiences. Moreover, it influences our social interactions and provides a key for decoding our utterances.Systems theory as well as research on the interplay of verbal and non-verbal communication have laid the foundation for dealing with social conflicts. This Master's Thesis endeavors to illustrate the concept of forum theatre as a possible means of solving conflicts under in view of the aforementioned conditions. Further, the analysis on the basis of Watzlawick's distinction between digital and analogic communication is to highlight the importance of the process of becoming aware of certain thought and behavioral structures and how they affect how social conflicts are studied and dealt with. The findings of this paper propose that forum theatre indeed offers various methods which are suitable for identifying and dealing with effects and causes of conflicts. Furthermore, due to its broad public appeal, forum theatre also reaches very diverse audiences and therefore can raise awareness for crucial issues and even induce certain people to change opinions.

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