Titelaufnahme

Titel
Analogien zwischen Bergsteigen und Religion: Bergsteigen als moderne Suche nach religiöser Erfahrung? : Analyse von Alpinliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts
Weitere Titel
Analogies between religion and mountaineering : mountaineering as a modern search for religious experience? An analysis of two examples of alpine literature from the 20th and 21st century
Verfasser/ VerfasserinHerzog, Irene
Begutachter / BegutachterinNeuhold, Leopold
ErschienenGraz, März 2016
Umfang88 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Bergsteigen / Religiöse Erfahrung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-99037 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Analogien zwischen Bergsteigen und Religion: Bergsteigen als moderne Suche nach religiöser Erfahrung? [0.53 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Berge gelten seit jeher als „heilige“ Orte, als Sitz der Götter und als Vermittler zwischen Himmel und Erde. Im jüdisch-christlichen Kontext wurden Berge als Plätze der Theophanie gesehen, wo Auserwählten eine Kommunikation mit Gott möglich war. Während man aufgrund großer Ehrfurcht Berge in alten Zeiten mied, wurden diese im Laufe der Geschichte und einer „Entzauberung der Welt“ zu einem „Sportgerät“: Heute motivieren viele Bergsteiger Training und persönliche Erfolge; zunehmend aber auch der Ausbruch aus dem Alltag und das Erleben außeralltäglicher Erfahrungen. Berge werden also wieder zu „heiligen“ Orten in einer Zeit, in der ein Wandel der religiösen Landschaft diagnostiziert wird: In der spät-modernen, europäischen Gesellschaft verlieren religiöse Institutionen zunehmend an Bedeutung und Religion findet im Privaten statt, wo Individuen eigene Glaubensvorstellungen aus unterschiedlichen religiösen Versatzstücken „zusammenbasteln“. Dabei wird ein verstärktes Streben der Individuen nach Erfahrung und Ganzheitlichkeit beobachtet. In diesem Kontext erfährt auch der Sport eine „Entgrenzung“ und nähert sich dem religiösen Bereich, weil über den Körper außergewöhnliche Erfahrungen wie Ekstase und „Kick“ möglich sind. Zu diesen Sportarten, die intensive Erlebnisse garantieren, zählt auch das Extrembergsteigen. Es wird daher zu zeigen versucht, dass Bergsteigen auch als nicht religiös motivierte sportliche Unternehmung Parallelen zu Religion aufweist und dass die Sehnsucht, die Bergsteiger antreibt, als moderne Suche nach religiöser Erfahrung betrachtet werden kann. Die Erlebnisse nämlich, die auf Bergen und beim Bergsteigen gemacht werden, weisen Ähnlichkeiten auf zu mystischer beziehungsweise religiöser Erfahrung. Da Texte als Träger von Diskursen betrachtet werden können, erfolgt eine Analyse zweier Werke der Alpinliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts, die das zeitliche Spektrum des diagnostizie Religion abdecken.

Zusammenfassung (Englisch)

Mountains have always been considered as “holy” places, as the home of the gods and as an intermediary between heaven and earth. In the Judeo-Christian context, mountains were seen as places of Theophany, where “the chosen ones” were able to communicate with God. In old times, mountains were avoided due to immense respect. In the course of history and a “demystification of the world,” however, mountains have turned into a “piece of sports equipment”. Today, the motivation of many mountaineers is not only to celebrate training and success, but increasingly also to escape from the daily routine and to live extraordinary experiences. Hence, mountains are becoming “holy” places again in a time, in which a change in the religious landscape is being diagnosed. In late modern, European society, religious institutions are increasingly losing importance. Religion takes place in private, where individuals construct their own believes out of various different set pieces. An enhancing pursuit of experience and entirety of the individuals can thereby be observed. In this context, also sport experiences a ”derestriction” and approaches the religious sphere as through the body extraordinary experiences like “ecstasy” and “thrill” are possible. One kind of sports that also guarantees extraordinary experiences is extreme mountaineering. It will therefore be tried to demonstrate that mountaineering as a basically not religiously motivated sporty activity shows parallels to religion. Further, it will be tried to demonstrate that the sensation that drives mountaineers can be considered as a modern search for religious experience, because this experiences namely, show similarities to mystical or religious experience. This will be shown by analyzing two examples of alpine literature from the 20th and 21st century, which cover the whole spectrum of the diagnosed religious change.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 66 mal heruntergeladen.