Titelaufnahme

Titel
Die Eigenverwaltung und die Einflussmöglichkeiten der Gläubiger auf dieses Verfahren : ein Rechtsvergleich zwischen Österreich und Deutschland unter der Berücksichtigung praktischer Aspekte / vorgelegt von Martin Lehrer
Weitere Titel
Debtor in possession and the opportunities of the creditors to influence this insolvency proceedings : a legal comparison between Austria and Germany considering practical aspects
Verfasser/ VerfasserinLehrer, Martin
Begutachter / BegutachterinNunner-Krautgasser, Bettina
ErschienenGraz, März 2016
UmfangXXIII, 96 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Insolvenzverfahren / Deutschland
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98873 Persistent Identifier (URN)
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Die Eigenverwaltung und die Einflussmöglichkeiten der Gläubiger auf dieses Verfahren [1.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das einheitliche Insolvenzverfahren, das in Österreich seit 2010 und in Deutschland seit 1999 existiert, hat nicht unbedingt zur Folge, dass der zahlungsunfähige Unternehmer die Herrschaft über die Insolvenzmasse verliert. Vielmehr kann dieses Verfahren seit diesen Jahren in Anlehnung an frühere Modelle auch in Eigenverwaltung des Schuldners abgewickelt werden. Die Aufgaben sind dabei zwischen ihm und den Verwaltern in den beiden Ländern in der Weise geteilt, dass eine bestmögliche Gläubigerbefriedigung gewährleistet wird. Deswegen sollen die Gläubiger auch wichtige Entscheidungen dieses Verfahrens beeinflussen können. Trotz den Neuerungen durch das IRÄG 2010 in Österreich und dem ESUG 2012 in Deutschland werden aber noch immer viel zu wenige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung in der Praxis eröffnet. Diese Diplomarbeit versucht daher, die Ausgestaltung der Eigenverwaltung in Österreich und in Deutschland inklusive der Aufgaben und Befugnisse der beiden Verwalter kompakt darzulegen und anschließend miteinander zu vergleichen. Vor dem Hintergrund des IRÄG und des ESUG sollen auch die Einflussmöglichkeiten der Gläubiger auf dieses Verfahren dargestellt und anschließend herausgefunden werden, in welchen der beiden Ländern diese eine bedeutendere Funktion haben. Statistiken sollen zeigen, wie sich die Eigenverwaltung seit der Einführung dieser beiden Gesetze in der Praxis entwickelt hat und dabei sollen auch Gründe gefunden werden, warum sich dieses Konstrukt nicht wie vom Gesetzgeber gewünscht etablieren konnte. Zum Schluss soll daher das Ergebnis darlegen, in welchen der beiden Rechtsordnungen die Eigenverwaltung theoretisch und praktisch besser gelungen ist und ob die Gläubiger in Deutschland oder Österreich eine stärkere Stellung inne haben.

Zusammenfassung (Englisch)

The uniform insolvency proceedings, which have existed in Austria since 2010 and in Germany since 1999, do not implicate that the insolvent entrepreneur loses the control over the insolvency estate. In fact, the insolvency proceedings have been able to be processed with the debtor in possession since these years, based on former institutions. The tasks are divided between the debtor and the reorganisation administrators in both countries to guarantee an optimal creditor satisfaction. Therefore, the creditors shall be able to influence important decisions of the insolvency proceedings. Despite the innovations of the IRÄG 2010 in Austria and the ESUG 2012 in Germany, in practice still far too few insolvency proceedings are established with the debtor in possession. Hence, this thesis tries to explain compactly the structure of the proceedings with the debtor in possession in Austria and in Germany, including the tasks and authorities of the two reorganisation administrators, and compare the results afterwards. Considering the IRÄG and the ESUG, also the creditors‘ opportunities to influence the insolvency proceedings shall be constituted. Subsequently, the results shall be compared to ascertain, if the creditors have a more significant position in Austria or in Germany. Statistics shall show how the proceedings with the debtor in possession have developed in practice since both laws came into force. Furthemore, reasons why the insolvency proceedings are not entrenched as desired by the law-giver shall be detected. Finally, the result shall reveal, if the reorganisation with the debtor in possession is more succesful, both theoretically and practically, in the Austrian or German legislature and in which of the two countries the creditors have a stronger position.