Titelaufnahme

Titel
Die Zivilgesellschaft in der mexikanischen Sicherheitsproblematik : zu den Handlungsstrategien eines heterogenen Feldes / Yannik Lebert
Weitere Titel
The role of civil society actors in Mexico's public security problem : action strategies in a heterogeneous field
Verfasser/ VerfasserinLebert, Yannick
Begutachter / BegutachterinMoebius, Stephan
ErschienenGraz, März 2016
Umfang93 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Mexiko / Zivilgesellschaft / Sicherheitspolitik
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98820 Persistent Identifier (URN)
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Die Zivilgesellschaft in der mexikanischen Sicherheitsproblematik [1.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Kontext der mexikanischen Sicherheitsproblematik mit der Frage, welche Rolle der Zivilgesellschaft zukommt, wenn der Staat als Garant der öffentlichen Sicherheit scheitert. Um diese Rolle zu konkretisieren, werden drei verschiedene zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Sicherheitsfeld analysiert. Im Mittelpunkt stehen die identitätskonstituierenden Narrative und signifikatorischen Bezugspunkte der Akteure. Ihre jeweiligen Praktiken und Institutionen werden im historischen Zusammenhang der sozialen und politischen Strukturen Mexikos beleuchtet und als Effekte politischer Artikulation oder sozialer Sedimentierung gedeutet. Die Analyse des empirischen Feldes erfolgt unter Zuhilfenahme des begrifflichen Instrumentariums der Hegemonietheorie von Laclau und Mouffe, sowie einer von Conrad Lluis Martell entworfenen diskurstheoretischen Konzeption von Zivilgesellschaft. Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass die mexikanische Zivilgesellschaft aufgrund der defizitären Sicherheitsleistungen des Staates selbst als handelnder Akteur im Rahmen der Sicherheitskrise auftritt. In der Arbeit werden unterschiedliche Strategien der zivilgesellschaftlichen Sicherheitserbringung beschrieben, die von der unmittelbaren Herstellung von physischer Sicherheit durch kommerzielle und lokalgemeinschaftliche Akteure über den Versuch von Menschenrechtsorganisationen auf eine rechtsstaatlich gebundene Sicherheit hinzuwirken, reichen. Aus diskurstheoretischer Perspektive lässt sich die Struktur der Zivilgesellschaft im mexikanischen Sicherheitsfeld als eine Konstellation von verschiedenen politischen Kuluren beschreiben. Dabei gelingt es insbesondere der neoliberalen politischen Kultur sich hegemonial zu positionieren und ihre Zielvorstellung einer fortschreitenden Privatisierung von Sicherheit semiotisch, praktisch und institutionell zu verankern.

Zusammenfassung (Englisch)

In the context of Mexican security problems the research deals with the question which comes up for civil society if the state fails as a guarantor of the public security. Analyzing three different non-governmental actors from the security field will specify this role. The identity-constituting narrative and significant reference points of the actors stand in the centre of the research. Their respective methods and institutions are examined in the historical context of Mexicos social and political structures and subsequently interpreted as effects of political articulation or social sedimentation. With the help of conceptual instruments of the hegemony theory of Laclau and Mouffe, as well as a discourse-theoretical concept of civil society outlined by Conrad Lluis Martell, the empiric field will be analyzed. In summary, the Mexican civil society appears itself as an acting agent within the framework of security crisis due to the deficit provision of security by the Mexican state. In the work different strategies of non-governmental actors providing security are described. They reach from immediate production of physical security by commercial actors as well as community police movements and extend to the attempt of human rights organisations to work towards a legally binding security. The structure of civil society in the Mexican security field can be described as a hierarchical constellation of more or less obvious but effective political cultures. Within this constellation the neoliberal approach achieves placing itself predominantly, tending to spread the idea and practice of private-economic security production.

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