Titelaufnahme

Titel
Priming-Effekt - Betrachtungen biotischen Stresses durch Xanthomonas campestris an Sinapis alba am Beispiel der Senfölglykoside / Eva Liliane Angelika Kuchler
Weitere Titel
Priming effects-considerations of biotic stress by Xanthomonas campestris on Sinapis alba based on the example of glucosinolates
Verfasser/ VerfasserinKuchler, Eva Liliane
Begutachter / BegutachterinMüller, Maria
ErschienenGraz, März 2016
Umfang150 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Weißer Senf / Xanthomonas campestris / Schwarzfäule
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98741 Persistent Identifier (URN)
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Priming-Effekt - Betrachtungen biotischen Stresses durch Xanthomonas campestris an Sinapis alba am Beispiel der Senfölglykoside [4.77 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die stetige Interaktion parasitärer Systeme und die damit verbundenen Interessenskonflikte beider Parteien führen zur wechselseitigen morphologischen sowie physiologischen Anpassung aufeinander. Brassicaceae stellen mit ihrem Glucosinolat-Myrosinase-System sowohl eine konstitutive als auch induzierbare Verteidigungsstrategie an Phytopathogene und damit eine spezifische Adaptation auf den Stressor dar. Jene stehen ebenso im Verdacht, kommunikative Funktion und damit einen Primingeffekt in einzelnen Pflanzen(organen) zu bewirken. Daher wird in dieser Arbeit erstmals die kompatible Interaktion zwischen dem weißen Senf Sinapis alba und dem Erreger der Schwarzfäule, Xanthomonas campestris pv. campestris untersucht. Dabei werden die Auswirkungen einer induzierten Infektion mit dem Bakterium über einen definierten Zeitraum im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mittels licht-, und elektronenmikroskopischer Untersuchungen sowie physiologischer Parameter analysiert. Anhand der erhaltenen Beobachtungen zeigt sich das für die Schwarzfäule beschriebene Krankheitsbild an den Senfpflanzen. Dabei bestehen qualitative Hinweise des Vorhandenseins der Bakterien im substomatären Raum sowie den Interzellularen des Schwammparenchyms in den Blättern. Ebenso lässt sich eine signifikante, jedoch zeitlich verzögerte Veränderung einzelner Stoffwechselparameter erkennen. Die Qualitäten und Quantitäten einzelner Glucosinolate sowie ihrer Abbauprodukte werden in Abhängigkeit des betrachteten Phytopathogens verändert. Obendrein zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den beiden Gruppen anhand antioxidativer Stressparameter sowie dem hormonellen Profil. Dementsprechend lassen sich eine verzögerte Immunantwort auf das Phytopathogen sowie Hinweise auf einen spezifischen Umbau einzelner Substanzen beobachten, welche eine denkbare kommunikative Funktion zwischen den Pflanzen einnehmen und somit auf eine adaptive Anpassungsstrategie von Seiten des Wirtes auf das Phytopathogen schließen lassen.

Zusammenfassung (Englisch)

The constant interaction of parasitic systems and related conflicts of interest of participating organisms in each other lead to morphological as well as physiological adaptations. The glucosinolate-myrosinase-system of Brassicaceae presents both a consecutive and inducible defence strategy towards different phytopathogens. Furthermore, those are also suspected of communicative function and thus cause priming reaction in different plant (organs).Therefore in this work for the first time we investigate the compatible interaction of the model system of white mustard Sinapis alba and the causative agent of black rot disease Xanthomonas campestris pv. campestris. Here, the effects of induced bacterial infection are analysed over a defined period of time via light and electron microscopy as well as physiological differences in comparison to controll group. Based on obtained observation specific disease development of black rot disease is shown in different mustard plants. The bacteria predominately colonize both substomatal area as well as intercellular space of parenchyma in the leaves. Likewise, there is significant but time-delated change in different metabolic substances. The qualities and quantities of individual glucosinolates and their degradation products demonstrate high plasticity towards the phytopathogen. Moreover, there are clear differences between both treatment groups based on antioxidative stress parameters and hormonal profile. Accordingly, a delayed immune response and evidence of a specific conversion of individual metabolites can be observed. Thus, different substances can take a possible communicative function between the plants and so involve an adaptive strategy on the part of host towards the phytopathogen.