Titelaufnahme

Titel
Die Beziehung zwischen Mensch und Hund in der höfischen Literatur des Mittelalters : kulturgeschichtlicher Abriss, Analyse und Interpretation ausgewählter epischer Texte / vorgelegt von Manuela Kienler
Weitere Titel
The relationship between humans and dogs in the courtly literature of the Middle Ages : insight into the cultural history, analysis and interpretation of selected epic texts
Verfasser/ VerfasserinKienler, Manuela
Begutachter / BegutachterinHofmeister, Andrea
ErschienenGraz, 2016
Umfangv, 127 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Deutsch / Höfische Literatur / Mensch <Motiv> / Hund <Motiv> / Geschichte 500-1500
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98673 Persistent Identifier (URN)
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Die Beziehung zwischen Mensch und Hund in der höfischen Literatur des Mittelalters [2.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit ist es, die Mensch-Hunde-Beziehung in der deutschsprachigen höfischen Literatur des Mittelalters herauszuarbeiten und mit den realen Gegebenheiten der mittelalterlichen Mensch-Hunde-Beziehung zu konfrontieren. Die Arbeit setzt sich aus zwei großen Teilen zusammen. Der erste Teil (Kapitel 2) gibt einen ständespezifischen Kulturgeschichtsabriss der Mensch-Hunde-Beziehung im Mittelalter im Spiegel pragmatischer Schriften zu Aufzucht und Pflege sowie unter Berücksichtigung der durchaus ambivalenten Einstellung gegenüber Hunden in Religion, Mythologie, Medizin und Recht. Der Hauptteil (Kapitel 3) konzentriert sich auf das Verhältnis zwischen Mensch und Hund in der höfischen Literatur des Mittelalters. Da die Hauptprotagonisten bzw. -protagonistinnen der höfischen Epen durchwegs dem Adelsstand angehören, steht hier die mittelalterliche Beziehung zwischen Adel und Hund im Mittelpunkt. Dieses Verhältnis wurde anhand von ausgewählten höfischen Epen und kleinerer Erzählungen (Tristan, Titurel, Partonopier und Meliur, Die Jagd, Wigalois, Das Frauenbuch, Von einem hunde und einem esel, Dyocletianus Leben und Sibille) herausgearbeitet, die in erster Linie über die Mittelhochdeutsche Begriffsdatenbank ermittelt worden waren. Aus diesen Texten wurden Passagen, in denen die Hunde als Begleiter der höfischen Figuren eine zentrale Rolle einnehmen, herausgenommen, analysiert und interpretiert. Vorangestellte Grundinformationen über den Autor, das Werk und dessen Inhalt sichern den Kontext der einzelnen Textpassagen. Als Ergebnis der Arbeit kann festgehalten werden, dass dem Hund in höfischer Epik nicht nur die Rolle eines Prestigeobjekts (edles Jagdtier, Schoßhündchen) zukommt, sondern dass praktisch in allen untersuchten Werken die Beziehung zwischen den adeligen Figuren und ihren vierbeinigen Freunden zur narrativen Verstärkung von Handlungssträngen und zur Charakterisierung der Protagonist/innen dient, was für die Gesamtinterpretation der Texte von großer Relevanz ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this paper is to explore the relationship between humans and dogs in the German courtly literature of the Middle Ages and to connect this aspect with their relationship in real life, which are demonstrated by taking a closer look at the social class system of that period. The first part (Chapter 2) gives some insight into the relationship between humans and dogs in the medieval times by looking at pragmatic scripts on breeding and fostering, considering the ambivalent attitude towards dogs in religion, mythology, medicine and law. The main part (Chapter 3) deals with the relationship between humans and dogs in the courtly literature of the medieval times. As the protagonists of courtly epics are aristocrats, the focus of my study is on the medieval relationship between aristocrats and dogs. This relationship will be demonstrated by means of selected courtly epics and narratives (Tristan, Titurel, Partonopier und Meliur, Die Jagd, Wigalois, Frauenbuch, Von einem hunde und einem esel, Dyocletianus Leben and Sibille), which were mainly found via the Mittelhochdeutsche Begriffsdatenbank. Text passages in which dogs have a special role appearing as the companion of the courtly character will be chosen, analysed and interpreted. General information on the authors, the works and their contents will be preceding the analysis and interpretation in order to preserve the whole concept of the single text passages. My research has brought the following result: Not only is the role of dogs in courtly epics one of prestige (noble hunting animal, pet) but also does the relationship between humans and dogs lead to a narrative enhancement of the story lines and to the characterizations of the protagonists, which are of great significance for the interpretation of the texts.