Titelaufnahme

Titel
Vom "Terroristen" zum Friedensnobelpreisträger : Jassir Arafat und seine Rolle im Nahostkonflikt / vorgelegt von Karin Jamnig
Weitere Titel
The transformation of a "terrorist" into a Nobel Peace Prize laureate : Jassir Arafat and his role in the Mideast conflict
Verfasser/ VerfasserinJamnig, Karin
Begutachter / BegutachterinLamprecht, Gerald
ErschienenGraz, 2016
Umfang131 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Abstracts in Deutsch und Englisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)ʻArafāt, Yāsir / Nahostkonflikt
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98667 Persistent Identifier (URN)
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Vom "Terroristen" zum Friedensnobelpreisträger [1.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Drei Jahrzehnte nach den ersten in Israel verübten Terroranschlägen durch Fatah-Kämpfer, wurde Jassir Arafat, Mitbegründer dieser Guerillaorganisation, 1994 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Der Fall, in dem ein „Terrorist“ zum Mann des Friedens wird, stellt das übergeordnete Thema dieser Arbeit dar. Anhand Arafats Reden 1974 in New York und 1988 in Genf vor der UN-Versammlung, wird untersucht, inwiefern sich seine Einstellungen und Positionen im Zeitraum zwischen den Auftritten verändert haben und wie sich die gewandelte Sicht auf den Nahostkonflikt ausgewirkt hat. Mithilfe der diskurshistorischen Textanalysemethode werden vier Aspekte näher analysiert: Welche Rolle und Aufgaben sprach Arafat der UNO im Zuge seiner Reden zu? Wie positionierte er sich gegenüber Israel? Wie sah Arafats Beziehung zu den USA in der jeweiligen Zeit aus? Welche Ziele verfolgte er jeweils und mit welchen Mittel wollte er diese erreichen? Als Ergebnis der Arbeit kann ein deutlicher Wandel Arafats in der Zeit von 1974 und 1988 angeführt werden. In Genf erkannte er Israel an, schwor Gewalt und Terror ab und gab sich kompromissbereit bezüglich einer Lösung des Konflikts. Zugeständnisse, welche 1974 noch undenkbar gewesen wären. Obwohl er sich die kritische Haltung gegenüber den USA und Israel beibehielt und den jüdischen Staat nach wie vor als Täter und die Palästinenser als Opfer sah, vollzog er einen deutlichen Umschwung, indem er vom bewaffneten Kampf auf einen gewaltfreien, diplomatischen Weg wechselte und sich für eine internationale Friedenskonferenz aussprach. Arafats Wandel führte schließlich zu den Osloer-Friedensprozessen und in Folge dessen zur Verleihung des Friedensnobelpreises an ihn und seine israelischen Verhandlungspartner Rabin und Peres.

Zusammenfassung (Englisch)

Three decades after the first terrorist attacks in Israel by Fatah fighters, Jassir Arafat, co-founder of this guerrilla organization, was awarded with the Nobel Peace Prize in the year 1994. The transformation of a "terrorist" into a peacemaker is the overarching topic of this thesis. Based on Arafats speeches 1974 in New York and 1988 in Geneva, which were addressed to the UN General Assembly, Ive analyzed how Arafats positions have changed in the period between 1974 and 1988 and furthermore how the changed positions have had an impact on the Mideast conflict. I was focused on four aspects: Which tasks did Jassir Arafat apportion to the UN throughout the course of his speeches? Did he state his position according Israel? What is about his relationship to the United States in the appropriate time? Which goals did he strive for and in which ways and means did he try to reach them?As a result of the analyses I determined a significant change of Arafats positions concerning the Mideast conflict. In Geneva he officially accepted Israel, renounced violence and terrorism and gave willingness to effect a compromise to solve the conflict. Concessions which would have been unimaginable in 1974. Despite the lasting critical attitude towards the US and Israel he made a significant turnaround by exchanging the armed struggle for a nonviolent and diplomatic way as well as by asking for an international peace conference to solve the conflict. Arafat's transformation led to the Oslo peace process and ended up in the awarding of the Nobel Peace Prize to him and his Israeli negotiating partners Rabin and Peres.

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