Titelaufnahme

Titel
"Ein Dolchstoß für den Übersetzer" : agency und literarische Übersetzung / vorgelegt von Franziska Kübeck-Montenuovo, BA
Weitere Titel
"A stab in the translator's back" : agency and literary translation
Verfasser/ VerfasserinKübeck-Montenuovo, Franziska
Begutachter / BegutachterinRisku, Hanna
ErschienenGraz, 2016
Umfang169 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Buchmarkt / Verlag / Literatur / Übersetzung / Übersetzer / Handlungsspielraum
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98621 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
"Ein Dolchstoß für den Übersetzer" [1.13 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit untersucht den Handlungs- und Entscheidungsspielraum von Translator/innen innerhalb des literarischen Netzwerks bestehend aus Verleger/in, Lektor/in und Übersetzer/in. Ausgegangen wird von der Hypothese, dass die agency von Übersetzer/innen auf Grund ihrer Position in literarischen Produktionsnetzwerken teilweise eingeschränkt ist und sie daher nicht immer ihren Ansprüchen an sich selbst genügen und ihrer kreativen Intuition folgen können. Deshalb werden sie auch in die Entscheidung den Titel des von ihnen übersetzten Werkes betreffend nur bedingt eingebunden sein. Einleitend wird der Begriff agency thematisiert. Anschließend wird anhand der wissenschaftlichen Studien Kristiina Abdallahs, die den theoretischen Rahmen der Arbeit bilden, die Struktur und Funktionsweise translatorischer Produktionsnetzwerke aufgezeigt und deren Probleme sowie die Handlungsstrategien der darin agierenden Teilnehmer/innen dargelegt. Ferner wird ein Blick auf die Sonderstellung der literarischen Übersetzung aus translationswissenschaftlicher Sicht geworfen. Um die Hypothese zu untersuchen, wurden auf der Grundlage kurzer Textanalysen, die aus deutschsprachigen Übersetzungen ungarischer Werke zweier Übersetzer/innen stammen, Interviews durchgeführt. Um das literarische Netzwerk auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können, wurde ebenfalls eine Verlegerin interviewt. Die Ergebnisse der Befragungen lassen den Schluss zu, dass die Übersetzer/innen innerhalb des untersuchten literarischen Netzwerks keinen besonderen Einschränkungen ihres Handlungs- und Entscheidungsspielraums unterliegen. Alle relevanten Entscheidungen werden allerdings auf Verlagsseite getroffen, die sowohl das Risiko, als auch die Kosten einer Buchproduktion trägt. Für die Titel der von den Translator/innen übersetzten Werke werden diese um Vorschläge gebeten, die im Idealfall gemeinsam diskutiert werden, aber auch hier behält der Verlag nach Rücksprache mit dem/der Autor/in das letzte Wort.

Zusammenfassung (Englisch)

This Masters thesis analyses translators freedom to act and make decisions within the literary network consisting of publishers, editors and translators. It argues firstly that a translators agency is limited partly because of his/her position within the literary production network. Secondly, it is hypothesized that translators cannot satisfy their own demands and are limited in their creativity. This is the reason why they are, for example, only partly included in the decision-making process of choosing the books title. At the beginning, this thesis discusses the term ‘agency. Then, based on the Kristiina Abdallahs scientific research, which provides the theoretical framework, this thesis analyses the structure and functioning of translation production networks, including their problems as well as translators action strategies. The next chapter provides an overview of the special position of literary translation from a translation studies point of view. To examine the hypotheses, qualitative research interviews, conducted with two translators, were based on a previous text analysis. A publisher was also interviewed allowing to look at the literary network from another angle. The results of the analysis suggest that translators are not necessarily limited within the examined literary network concerning their freedom to act and make decisions. The publisher takes all relevant decisions because he/she bears the risk as well as the costs of the book production. Concerning the title, translators are asked to make suggestions which, ideally, are jointly discussed. However, the publisher has the final say after consulting the author.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 107 mal heruntergeladen.