Titelaufnahme

Titel
Den Ersten Weltkrieg erfahren : die Kriegstagebücher Egon Erwin Kischs und Ernst Jüngers / vorgelegt von Florian Kutej
Weitere Titel
Expieriencing the Great War : the war-diaries of Egon Erwin Kisch and Ernst Jünger
Verfasser/ VerfasserinKutej, Florian
Begutachter / BegutachterinMüller-Kampel, Beatrix
ErschienenGraz, 2016
Umfang86 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kisch, Egon Erwin / Jünger, Ernst / Weltkrieg <1914-1918, Motiv>
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98606 Persistent Identifier (URN)
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Den Ersten Weltkrieg erfahren [0.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit soll Einblick in die Erfahrung des Ersten Weltkrieges geben. Erfahrung ist zwar sozial kodiert, aber in ihrer ursprünglichen Form doch einmalig und zwangsläufig subjektiv. Will man sich der Kriegserfahrung wissenschaftlich annähern, bedarf es deshalb entsprechender Quellen: Dass die Gattung des Kriegstagebuchs Zugang zu ebenjenen Wahrnehmungen schafft, die eine Beschreibung der Erfahrung des Ersten Weltkrieges ermöglichen, ist eine der zentralen Thesen dieser Arbeit.Um Erfahrungen wissenschaftlich beschreiben zu können, ist es notwendig, die ihnen vorausgehenden Erwartungen zu kennen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit widmete sich die Arbeit deshalb auch dem Diskurs der Vorkriegszeit und ersten Jahre des Großen Krieges.Außerdem benötigt man zur Beschreibung der Erfahrung ein begriffliches Instrumentarium. Ausgehend von den Arbeiten Thomas Fuchs und geleitet von aus der Diskursanalyse entwickelten Thesen wurde der „Leibraum“ zum zentralen Untersuchungsgegenstand der Primärtextanalyse. So konnten die Kriegstagebücher Ernst Jüngers und Egon Erwin Kischs weniger im Sinne einer auf Fakten ausgerichteten Wahrheit, als vielmehr als eine, wie Nelson Goodman es nennt, „metaphorischen Wahrheit“ gelesen werden. Mit dieser grundsätzlich hermeneutischen Methode gelingt es, den Krieg als eine Beugung des Leibes und mehr noch, im Anschluss an die Erkenntnisse Fuchs‘ als Entwürdigung zu beschreiben. Diese von literaturwissenschaftlichen Fragen zum Tagebuch ausgehende Untersuchung widmet sich also letztlich nicht nur kulturwissenschaftlichen Fragen sondern auch der philosophischen Diskussion des Würdebegriffs.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper aims to give inside to the experience of World War I. Since experience is both socially coded and at the same time singular and subjective a scientific approach to it has to be based on the right sources: Its one of the premises of this thesis that the genre of war-diaries is just that.The description of experience in the present paper will be based on Thomas Fuchs concepts and his assumptions on the “body-space” (“Leibraum”). It will be shown that the two sources of research, the war-diaries of Ernst Jünger and Egon Erwin Kisch, might be doubtful sources of historical facts but display metaphorical truths in the sense of Nelson Goodman.The analyses itself is hermeneutic: The experience will be characterized as a bending of the body and even more as an attack on dignity. Whilst emanating from questions on the genre of war-diaries this thesis tackles problems of cultural studies and philosophy as well.