Titelaufnahme

Titel
Das Ideal von Mönch und Ritter : die Regel der Templer und ihre Wirkung / vorgelegt von Christian Kriegl
Weitere Titel
The ideal of monk and knight : the rule of the Templars and its effect
Verfasser/ VerfasserinKriegl, Christian
Begutachter / BegutachterinGiessauf, Johannes
ErschienenGraz, Sommersemester 2016
Umfang110 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterTemplerorden
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98588 Persistent Identifier (URN)
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Das Ideal von Mönch und Ritter [1.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Jahre 1095 rief Papst Urban II. zum Kreuzzug gegen die Heiden im Nahen Osten auf. 1099 kam es, allen Widrigkeiten zum Trotz, zur Eroberung Jerusalems. Das Ziel, das den Christen vom Papst auferlegt wurde, war damit erreicht, doch kamen mit dieser Eroberung neue Herausforderungen auf die Kreuzritter zu. Die Verteidigung der eroberten Gebiete sowie der Schutz der eintreffenden Pilger wurden nun vorrangig. Die abendländischen Truppen waren allerdings kaum ausreichend, da viele nach der Eroberung Jerusalems wieder die Heimreise antraten. Eine kleine Gruppe von Rittern rund um Hugo von Payns nahm sich dieser Aufgabe an. Der mächtige Templerorden, der aus dieser Gemeinschaft entstehen sollte, war der erste geistliche Ritterorden und zudem maßgeblich an der beinahe 200 Jahre andauernden christlichen Herrschaft in Outremer beteiligt. Dabei hatte diese Ritterschaft zunächst massive Probleme mit ihrer Legitimation, da die Verbindung von Mönch und Ritter etwas Undenkbares darstellte. So sollte auf dem Konzil von Troyes lediglich der Grundstein für die spätere Ordensregel gelegt, allerdings noch keine päpstliche Bestätigung erreicht werden. Einer der einflussreichsten Kleriker der damaligen Zeit sollte den Rittern daraufhin seine Unterstützung gewähren. Der Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux verfasste die „de laude novae militiae“, in der er für die Rechtfertigung der Mönchsritter sorgte. Die Ordensregel, die durch die Nähe zu Bernhard von Clairvaux ursprünglich sehr mönchisch geprägt war, wurde im Laufe der Zeit immer mehr dem militärischen Alltag der Templer angepasst. Die Beteiligung an beinahe allen Kreuzzügen bis 1291 zeigt die militärische Bedeutung des Ordens. Die langjährige Erfahrung der Ritter, ihre ständige Einsatzbereitschaft als „stehende Truppe“, ihre Disziplin und ihr unerschütterlicher Glaube an die Durchführung von „Gottes Willen“ machten die Templer zu einer schlagkräftigen militärischen Organisation.

Zusammenfassung (Englisch)

In 1095 Pope Urban II. called to a crusade against the heathens in the Middle East. Four years later, against all odds Jerusalem was conquered. The objective set by the Pope was achieved but because of the conquered city, the crusaders were faced with new challenges. The primary duties were the defence of the conquered territories and the guarding of the arriving pilgrims against the Muslims. But the number of Western troops stationed in the holy land was small and even declined due to the fact that numerous Crusaders left the new Christian dominion, heading homewards where they were not surrounded by Muslim territories. A group of knights under the command of Hugues de Payens took on this task. From this communion the mighty Order of the Templars arose and was essentially involved in the 200-year-long Christian domination in Outremer. All of this was possible despite the fact that the knights had massive problems with the legitimation of their order. At that time the compound of monk and knight was an unthinkable act and therefore could not be acknowledged by the Pope at the council of Troyes. But one of the most influential clerics of his time granted his support. The Cistercian abbot Bernard de Clairvaux wrote the „de laude novae militiae“, a scripture to legitimize said compound.Initially the rule of the order was rather monastic due to the influence of Bernard de Clairvaux but was getting more and more shaped by the ordinary military life of the Templars over time. The fact that the order has been involved in almost any crusade until the fall of Acre in 1291 indicates their military significance. Their longstanding experience regarding the conditions within the Holy Land, their constant readiness as a standing army, their discipline and their unwavering faith to fulfill Gods will is what made the Templars a powerful military organization.