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Title
Sportaktivitäten als begleitende Maßnahme bei psychosozialen Störungen von minderjährigen (unbegleiteten) Flüchtlingen / vorgelegt von Sophia Kofler
Additional Titles
Physical activity as a collateral intervention for psychosocial disorders of underaged (unattended) refugees
AuthorKofler, Sophia
CensorPaletta, Andrea
PublishedGraz, 2016
Description122 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Annotation
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Flüchtling / Minderjährigkeit / Psychosoziale Störung / Sportliche Aktivität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98561 Persistent Identifier (URN)
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Sportaktivitäten als begleitende Maßnahme bei psychosozialen Störungen von minderjährigen (unbegleiteten) Flüchtlingen [10.37 mb]
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Abstract (German)

Die derzeitige Flüchtlingskrise stellt die Staaten Europas und viele andere Nationen vor eine große Herausforderung. Da finanzielle Mittel vielfach nur für eine vorläufige Erstversorgung und provisorische Unterbringung der Flüchtlinge zur Verfügung stehen, wird kaum jemandem eine angemessene Betreuung oder persönliche Fürsorge geboten. Viele der Asylsuchenden haben in ihrer kriegszerrütteten Heimat Schreckliches erlebt, sind traumatisiert und jeglicher Zukunftsperspektive beraubt worden. Besonders Kinder und Jugendliche haben oft große Schwierigkeiten das erlebte Leid zu verarbeiten und viele unbegleitete Flüchtlingskinder haben den Glauben an Schutz und Sicherheit längst verloren. Um die Betroffenen erfolgreich in die westliche Gesellschaft zu integrieren und ihnen zu helfen im neuen Land Fuß zu fassen, müsste zunächst eine stabile Basis geschaffen werden, welche den Flüchtlingen hilft das Erlebte zu verarbeiten und somit auch Depressionen, Stress- und Angstzuständen und anderen psychischen Folgeerscheinungen vorzubeugen. Da die Finanzen für eine direkte psychotherapeutische Betreuung meist nicht zur Verfügung stehen, wird die Sportaktivität immer öfter als begleitende Maßnahme bei psychosozialen Störungen genutzt. Besonders bei minderjährigen Flüchtlingen kann diese Methode erfolgreich angewendet werden. Dabei trägt die sportliche Aktivität nicht nur zum physiologischen Stressabbau bei, sondern nimmt Einfluss auf das Selbstvertrauen, das negative Selbstkonzept und das allgemeine geistige Wohlbefinden. Der Sport ist für viele ein Weg aus der sozialen Isolation und der spielerische Charakter und die körperliche Anstrengung bieten Ablenkung und Erholung vom tristen Alltag. Durch die sportliche Aktivität lernen vor allem Kinder und Jugendlichen ihre Gefühle auszudrücken und mit Wut, Aggression und Trauer umzugehen. Zeitgleich bietet der Sport auch eine angemessene Plattform um den Flüchtlingen verschiedene Regeln und Normen im Asylland näherzubringen und mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Die einzelnen psychosozialen Störungen Stress, Depression, Angst und PTBS werden in dieser Diplomarbeit kurz diskutiert und verschiedene sportliche Interventionsmöglichkeiten erörtert. Diese werden anschließend anhand von vier exemplarischen Stundenbildern veranschaulicht.

Abstract (English)

The current refugee crisis represents a big challenge for many European states and other nations all over the world. Due to lacking financial means, refugees are only provided with primary care and are put into crowded mass accommodations without proper aid, ministration or guided support. Many people are traumatized from the brutality of war in their home country and have lost hope for themselves and their future. Especially children and teenagers have trouble to process the dreadful things they have experienced. In order to successfully integrate the refugees in our western society and help them to start a new life and future in the new country, they need to be psychologically stable and able to process traumatizing events and other experiences that might lead to consequential diseases as depression, anxiety or a posttraumatic stress disorder (PTSD). Since most of the countries cannot afford psychological support or professional psychotherapy for everybody, physical activity has come into the focus as a possibility to help people cope with their past and support the psychological healing process. Sport or physical activity not only helps to reduce physiological stress reactions, but also increases self-confidence, works against a negative self-concept and improves mental health and the general well-being. Because of its mostly playful character sport helps people to find a way out of their social isolation and distracts them from problems and negative thoughts. Especially children and adolescents enjoy this way of engaging with other people and learn how to express and eliminate feelings like anger, fear or grief through physical exercise. Furthermore, collective sports also provide the opportunity for the refugees to learn about the social rules and manners of the new country and how to properly interact with other people. After a general overview of the refugee crisis and the current situation in Austria, this master-thesis will focus on the possibilities of sport as a collateral intervention for young refugees who suffer from stress, depression, anxiety or PTSD. The discussion is followed by 4 example-units for each condition.

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