Titelaufnahme

Titel
Urheberrechte für Konzeptkunst? : eine Herausforderung für das geltende Urheberrecht im internationalen Vergleich / von Mag.a Dr.in Doris Leutgeb
Weitere Titel
Copyright for concept art? : a challenge for applicable law in international comparison.
Verfasser/ VerfasserinLeutgeb, Doris
Begutachter / BegutachterinWalter, Michel M.
ErschienenWien, Dezember 2015
UmfangV, 130 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Urheberrecht / Concept-art
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98394 Persistent Identifier (URN)
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Urheberrechte für Konzeptkunst? [16.91 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Untersuchung widmet sich der Konzeptkunst, die in den 1960er Jahren in den USA entstand. Künstler forderten, dass die Idee wichtiger sei als jede materielle Realisierung, die gar nicht und auch nicht vom Künstler selbst erfolgen müsse. Alle Optionen wären gleichwertig. Sie wollten reine Ideenkunst. Kein Rechtssystem gewährt abstrakten Ideen urheberrechtlichen Schutz. Daher ist es der Anspruch dieser Arbeit, einen Beitrag zu Überlegungen der urheberrechtlichen Schutzfähigkeit von Konzeptkunst zu leisten.Einführend werden kunsthistorische Präzedenzfälle zum Verständnis der historischenEntwicklung vorgestellt. Konzeptkunst erodiert Autorschaft und Werkbegriff. Daher liegt der Fokus auf Urheber und Werk. Beide werden rechtsvergleichend hinsichtlich ihrer Normierung definiert und für das Schöpferprinzip (die gewandelte Autorschaft) und den Werkbegriff (Idee=Werk) reflektiert. Unter Berücksichtigung relevanter Rechtsprechung und juristischer Fachliteratur werden die Rechtsgrundlagen nationaler, europäisch-gemeinschaftsrechtlicher, völkerrechtlicher und anglo-amerikanischer Urheberrechte beleuchtet. Anhand von etlichen Beispielen wird dargelegt, dass sich das kontinental-europäische Urheberrecht gegenüber dem anglo-amerikanischen copyright für die urheberrechtliche Schutzfähigkeit von Konzeptkunst grundsätzlich elastischer erweist. Ideen, die zu allgemein gefasst sind und keine sinnlich wahrnehmbare Form erhalten, bleiben generell ungeschützt. Die Erörterung einiger Rechtstheorien zur urheberrechtlichen Schutzwürdigkeit jüngerer Kunstphänomene zeigt, dass die wissenschaftliche Diskussion für Ideenkunst zu kurz greift, weil sie am Werkbegriff scheitert. Ergänzend werden pragmatische Überlegungen für Werke der Konzeptkunst zu den Verwertungsrechten, dem Folgerecht und dem Werkschutz hinsichtlich unterschiedlicher Interessen mit ihren rechtlichen Konsequenzen angestellt. Fragen zur Schutzfähigkeit kuratorischer Konzepte und Sammlungen runden die Studie ab.

Zusammenfassung (Englisch)

The study deals with the investigation of concept art, which emerged in the 1960s in the USA. Artists claimed, an idea is more important than every material realization which may be fabricated or built, but even does not need to be done by the artist himself. All options were equal. They wanted pure concept art. No legal system grants copyright protection for abstract ideas. Therefore this study aims to contribute to the reflections on copyright protection for concept art.First some art historical precedents are introduced to establish understanding of the art historical development. Concept art erodes authorship and the definition of a work. Therefore the focus is set on author and work. Both are defined through a comparative examination of legal systems with regard to their statutory definitions and reflected for the creation principle (changed authorship) and the work concept (idea=work). By taking into account relevant case law and legal publications, the legal bases of copyright protection are examined under applicable National law, European Community law, International law and Anglo-American copyright law. On the basis of numerous examples is demonstrated how the Continental-European system proves in principle to be more elastic compared to the Anglo-American copyright law for objective copyright protection for concept art. Ideas, which are too general and receive no perceivable form, remain generally unprotected. The discussion of some legal theories reflecting copyright protection of younger art phenomena revealed the academic discussion goes too short and fails, however, due to the work concept. Additional pragmatic considerations are made for works of concept art concerning the exploitation right, resale right and protection right for works with regard to different interests and their legal consequences. Questions related to a protectability of curatorial concepts and collections complete the study.