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Title
Der Einfluss von Alkohol auf das kreative Denken / eingereicht von: Lisa Martina Panzierer, BSc
Additional Titles
The influence of alcohol on creative thinking
AuthorPanzierer, Lisa Martina
CensorBenedek, Mathias
PublishedGraz, April 2016
Description80 Blätter : Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in englischer und deutscher Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Kreatives Denken / Alkohol
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98307 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss von Alkohol auf das kreative Denken [7.46 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Hypothese des „kreativen Rausches“, genauer gesagt mit der vorrangigen Fragestellung, ob Personen unter Alkoholeinfluss kreativer sind im Vergleich zu Personen, welche keinen Alkohol zu sich nehmen. Um diese Frage zu untersuchen, wurde eine Stichprobe von 69 UntersuchungsteilnehmerInnen in zwei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe (Experimentalgruppe, N = 35) setzt sich aus Männern und Frauen zusammen, die eine auf sie abgestimmte Menge Alkohol (Bier) in der Interventionsphase zu trinken bekamen. Die zweite Gruppe (Placebo-Kontrollgruppe, N = 34) besteht aus Personen, die in der Interventionsphase alkoholfreies Bier zu sich nahmen, wobei sie glaubten Alkohol zu trinken. Um Kreativität zu erheben, wurde einerseits der Remote Associates Test zur Überprüfung kreativen Problemlösens vorgegeben, andererseits wurde der Alternate Uses Test zur Erhebung divergenten Denkens herangezogen. Von weiterem Interesse ist die Auswirkung von Alkohol auf die Arbeitsgedächtniskapazität. Um herauszufinden, ob leicht alkoholisierte Personen eine reduzierte Kapazität des Arbeitsgedächtnisses aufweisen, was einen Einfluss auf kreatives Denken haben kann, wurde der sogenannte 2-back-verbal-Test vorgegeben. Diese Tests zur Erhebung der Kreativität und der Arbeitsgedächtniskapazität wurden jeweils vor (Pretestphase) und nach (Posttestphase) der Interventionsphase präsentiert. Mithilfe von zweifaktoriellen Varianzanalysen mit Messwiederholung konnte ermittelt werden, dass Personen unter geringem Alkoholeinfluss, im Vergleich zu einer nüchternen Kontrollgruppe, zumindest teilweise kreativer denken. Genauer betrachtet löste die leicht alkoholisierte Experimentalgruppe mehr kreative Probleme im Vergleich zur Kontrollgruppe, während beim divergenten Denken kein Unterschied erkennbar war. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass bei nüchternen Personen ein größerer Übungsgewinn im Test zur Arbeitsgedächtniskapazität, im Vergleich zu alkoholisierten Personen, vorliegt.

Abstract (English)

The present study revolves around the hypothesis of a „creative inebriation“. In specific, it deals with the question whether people are more creative after the consumption of alcohol in comparison to a sober control group. To examine this question, a sample of 69 people was divided into two groups. The first group (experimental group, N = 35) of men and women was drinking alcohol (beer) during the intervention, while the second group (placebo control group, N = 34) of individuals consumed non-alcoholic beer during the intervention assuming they were drinking alcohol. In order to investigate creativity, the Remote Associates Test was presented to ascertain creative problem solving on the one hand, whereas the Alternate Uses Test was shown to test divergent thinking on the other hand. In this study, the impact of alcohol on working memory capacity is of further interest. To find out whether slightly drunken people have lower working memory capacity, which may have an impact on creative thinking, the so-called 2-back-verbal test was presented. These tests, ascertaining creativity and working memory capacity, were shown respectively before (pretest) and after (posttest) the intervention. As a result of two-factor analysis of variance for repeated measures, it occurred that people who consumed a small amount of alcohol partially show a higher level of creativity compared to sober people. More specifically, the experimental group solved more creative problems in comparison to the placebo control group, while no difference was found in divergent thinking. Moreover, it was shown that the practice effects on the working memory capacity task of sober people, compared to people who drank a small amount of alcohol, are higher.

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