Titelaufnahme

Titel
Cultural struggle for hegemony : PEGIDA in a civil society perspective / Marian Sven Pradella
Verfasser/ VerfasserinPradella, Marian Sven
Begutachter / BegutachterinMoebius, Stephan
ErschienenGraz, February 2016
UmfangIV, 139 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
SchlagwörterPegida
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98176 Persistent Identifier (URN)
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Cultural struggle for hegemony [1.88 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Pegida ist das größte zivilgesellschaftliche Phänomen aus dem rechten politischen Spektrum der neueren deutschen Geschichte. In der Hochphase nahmen bis zu 20000 Menschen an den wöchentlichen Demonstrationen in Dresden und anderen (inter)nationalen Städten teil. Die Bewegung wurde im Oktober 2014 gegründet und ist bis heute (März 2016) aktiv. Die vorliegende Arbeit analysiert wie Pegida in der Lage war ein breites Spektrum sozialer Akteure zu vereinen und auf welche Weise es der Bewegung möglich war, Einfluss auf das politische Sentiment in Deutschland zu nehmen. Es werden die sozio-kulturellen Theorien von Alexander und Laclau/Mouffe vereint. Dabei werden grundlegende kulturelle Codes einer Gesellschaft mit einer Diskursanalyse hegemonialer Prozesse zusammengeführt. Die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft einer Gesellschaft steht damit im Mittelpunkt. Eine breite Auswahl an Daten (Redeanalysen, politische/mediale Debatten, Positionspapiere, Umfragen) werden kombiniert und auf die Zentralität von positiver Repräsentation innerhalb einer Gesellschaft aufmerksam gemacht. Die Art und Weise wie “der Andere” diskursiv erzeugt wird um eine positive Selbstidentität zu kreiren welches Akteure der Zivilgesellschaft dazu bewegt, einem bestimmten hegemonialen Projekt zu folgen, ist von zentraler Bedeutung. Damit liefert die Arbeit einen neuen Erklärungsansatz, welcher über die Betrachtung von Pegida als „politisches Problem“ hinausgeht. Die Resultate deuten einerseits auf theoretische Probleme der Verbindung von Alexander und Laclau/Mouffe hin. Andererseits wird gezeigt, dass Pegida als populistisches Gegenprojekt zur aktuellen demokratischen Hegemonie zu verstehen ist. Die Bewegung ist somit als wichtiger Teil einer erstarkenden rechten Äquivalenzkette in Deutschland sowie Europa zu untersuchen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Pegida movement has been the largest right-wing civil society phenomenon in recent German history. It attracted up to 20000 people every week at demonstrations in Dresden and other national as well as international cities. Pegida was founded in October 2014 and is still active at the present day (March 2016). The purpose of this thesis is to identify the ways in which Pegida was able to unite heterogenic social actors and how the movement was able to exert massive influence on the German political sentiment. The thesis aims at joining the socio-cultural theories of Alexander and Laclau/Mouffe. Cultural codes at the core of a society are connected with a discourse analysis focusing on hegemonic processes. The role of the civil society in present societies is thus in the center of interest. Thereby, a wide range of data is combined (i.e. speech analysis, political/media debates, position papers, polls) in order to demonstrate the importance of positive representations within a society. The ways in which an “other” is created discursively in order to create a positive self-identity attracting people of civil society to follow a certain hegemonic project are of special interest. With that the thesis offers a new explanatory approach which goes beyond the consideration of Pegida as a “political problem”. On the one hand, the results reveal theoretical problems combining Alexander and Laclau/Mouffe. On the other hand, Pegida can indeed be considered as a populist counter-attack to the present hegemony. The movement thus needs to be considered in lights of an increasingly strong chain of equivalence of the political right-wing in Germany and Europe.