Titelaufnahme

Titel
Role of TAR DNA-binding protein 43 in Amyotrophic Lateral Sclerosis and truncated Tau protein in neurodegenerative diseases : establishment of stable cell lines / Victoria Schiffer
Verfasser/ VerfasserinSchiffer, Victoria
Begutachter / BegutachterinSkofitsch, Gerhard
ErschienenGraz, 2016
UmfangV, 77 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in englischer und deutscher Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Nervendegeneration / Proteinfaltung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-98059 Persistent Identifier (URN)
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Role of TAR DNA-binding protein 43 in Amyotrophic Lateral Sclerosis and truncated Tau protein in neurodegenerative diseases [1.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein Großteil an Krankheiten wird durch abnormale Proteinablagerungen verursacht. Auch neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) stehen im Zusammenhang mit Ablagerungen von abnormal gefalteten Proteinen. Durch den stetigen Anstieg der Diagnosen von neurodegenerativen Krankheiten gibt es einen hohen Bedarf an Modellen um die Charakteristiken, den Verlauf und die involvierten Prozesse zu verstehen um hier gezielt Therapeutika entwickeln zu können. Neben genetisch veränderten Tiermodellen spielen hierbei auch Zellkulturmodelle eine große Rolle. Für diese Studie wurden drei neue Zelllinien etabliert: Eine Zelllinie als Model für Tauopathien wie Alzheimer, welche eine verkürzte Form des Tau Proteins (tTau, aa 152391) überexprimiert, und zwei Zelllinien als Zellkulturmodell für ALS, die eine verkürzte Form des Proteins TDP43 (tTDP43, aa 251-414) oder die Wildtypform des TDP43 Proteins (wtTDP43; aa 1-414) überexprimieren. Aufgrund ihres neuronalen Charakters wurden SH-SY5Y Zellen für die Herstellung der Zelllinien verwendet. Die tTau Zelllinie wurde im Zuge der Studie weitergehend charakterisiert. Die Resultate zeigen, dass die Lebensfähigkeit dieser Zelllinie nicht durch das Überexprimieren des Proteins beeinflusst wird. Im Vergleich zu naïven SH-SY5Y Zellen und Zellen, die mutiertes Volllängen-Tau überexprimieren, zeigen tTau Zellen höhere Phosphorylierungsgrade von Thr 231 und höhere APP Konzentrationen. Auf verschiedene Kinaseinhibitoren (JNK, CDK und GDK) reagieren tTau Zellen mit einer Reduktion des totalen Tau Proteins sowie mit einer Abnahme des Phosphorylierungsgrades an den Stellen Thr231 und Thr181. Außerdem wurde der toxische Effekt von A auf tTau Zellen untersucht, welche eine höhere Sensitivität für die Wirkung von A zeigen. Die Charakterisierung der neu erstellten tTau Zelllinie belegt die Nützlichkeit als in vitro Model für Tauopathien und damit für die Austestung von neuen Medikamenten gegen die Krankheit.