Titelaufnahme

Titel
Zwischen Kooperation und Konkurrenz : das Verhältnis zwischen SozialistInnen und KommunistInnen in der Illegalität von 1934-1938 in Österreich / Klaus Schinnerl
Weitere Titel
Between competition and cooperation : the relations between socialists and communists in illegality from 1934-1938 in Austria
Verfasser/ VerfasserinSchinnerl, Klaus
Begutachter / BegutachterinKonrad, Helmut
ErschienenGraz, 2016
Umfang121 Blätter : Zusammenfassungen (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sozialismus / Kommunismus / Geschichte 1934-1938
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97878 Persistent Identifier (URN)
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Zwischen Kooperation und Konkurrenz [1.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mindestens gleich alt wie der Wunsch nach Einheit ist der in der ArbeiterInnenbewegung vorherrschende Pluralismus. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher das Verhältnis zwischen SozialistInnen und KommnistInnen in der Illegalität von 1934-1938 in Österreich zu analysieren. Die Analyse dieses vielschichtigen Verhältnisses erfolgt dabei auf unterschiedlichen Ebenen und zwar neben der Ebene der Parteien, auf der Ebene der Jugendorganisationen und der illegalen Freien Gewerkschaften. Die Februarkämpfe 1934 stellten nicht nur allgemein eine Zäsur für die österreichische ArbeiterInnenbewegung dar, sondern bedeuteten auch eine Verschiebung im Kräfteverhältnis zwischen den beiden Strömungen der ArbeiterInnenbewegung. Die KommunistInnen konnten die Führungsrolle, von der diskreditierten und demobilisierten Sozialdemokratie, auf allen Ebenen für sich beanspruchen. Nachdem sich die SozialistInnen spätestens im Frühjahr 1935 wieder konsolidiert hatten, gelang es ihnen diese Führungsrolle langsam wieder zurückzuerobern. Die auf dem 7. Weltkongress der Komintern proklamierte Volksfrontpolitik führte zu einer weiteren Entfremdung zwischen den beiden Strömungen. Verstärkt wurden diese Entfremdungstendenzen durch außenpolitische Entwicklungen, wie dem Juliabkommen 1936 und dem Berchtesgadener Abkommen im Februar 1938.

Zusammenfassung (Englisch)

At least as old as the desire for unity in the labor movement is the prevailing pluralism. The aim of this thesis is therefore to analyze the relations between socialists and communists in illegality from 1934-1938 in Austria. The analysis of this complex relation takes place on different levels namely at the level of the political parties, at the level of the youth organizations and at the level of the illegal Trade Unions. The February Uprising in 1934 presented not only in general a turning point for the Austrian labor movement itself, but also meant a shift in the balance of power between the two directions of the Austrian labor movement. The communists could claim the leadership from the discredited and demobilized social democrats at all levels. After the socialists had consolidated themselves again at the latest in the spring of 1935, they slowly succeeded in retaking the leading roll from the communists. The Popular Front policy of the communists which was proclaimed on the 7th World Congress of the Comintern led to further alienation between the two parties. These alienation tendencies were reinforced by foreign policy developments like the Juliabkommen in July 1936 and the Berchtesgadener Abkommen in February 1938.