Titelaufnahme

Titel
Die Loge und das Kreuz : von den Beziehungen und Konflikten der Katholischen Kirche mit der Freimauerei / vorgelegt von Mag. (FH) rer. soc. oec. Mag. iur. Anja Schöggl, MA
Weitere Titel
Masonic lodges and the cross : relationships and conflicts between the Catholic Church and masonry
Verfasser/ VerfasserinSchöggl, Anja
Begutachter / BegutachterinFelber, Anneliese
ErschienenGraz, Februar 2016
Umfang99 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Katholische Kirche / Freimaurer
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97841 Persistent Identifier (URN)
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Die Loge und das Kreuz [0.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Auf ein historisch belastetes Verhältnis können Kirche und Freimaurerei zurückblicken. Nicht nur aufgrund der verborgenen Agitation, sondern vor allem mit dem im Zuge der Aufklärung einhergehenden Allmachtsanspruch hat die Kirche Organisationen wie die Freimaurerei über Jahrhunderte massiv bekämpft. Entstanden ist die Vereinigung von Brüdern aus antiken Geheimbünden und entnimmt auch zahlreiche Symbole und Rituale aus der vorchristlichen Zeit. Eine direkte Vorläuferorganisation gibt es allerdings nicht. Am Beginn des 18. Jahrhunderts breitet sich die Freimaurerei erstmals strukturiert und in Logen organisiert ausgehend von Großbritannien schnell über Frankreich, Deutschland und Italien aus und stößt vor allem zur Zeit der Aufklärung auf reges Interesse und Verständnis für ihr Gedankengut, das Toleranz und Humanität als oberste Prinzipien festschreibt. Mit Sorge betrachtete die Kirche die schnelle Ausbreitung der Logen: Am Höhepunkt der Verfolgung der Freimaurerei wurden im 19. Jahrhundert unzählige Bullen und Schriften erlassen und veröffentlicht, in denen die Kirche die Zugehörigkeit zur Loge nicht nur verurteilte, sondern auch unter Strafe stellte. Nicht wenige Freimaurer fielen der Inquisition zum Opfer. Dennoch konnte sich die antiklerikale und adogmatische Gesinnung der Freimaurer in Europa verbreiten und stieß vor allem im auslaufenden 19. Jahrhundert auf regen Zulauf. Auch die Modernisierung und das 20. Jahrhundert änderten zunächst nichts an der Haltung der katholischen Kirche: Im Codex Iuris Canonici von 1917 wird die Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge von der Kirche unter Strafe gestellt und mit Exkommunikation sanktioniert. Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil verbesserten sich die Beziehungen nicht, erst mit dem Auftreten von Kardinal Franz König und einigen österreichischen Brüdern kam es zum allmählichen Tauwetter. In der Neufassung des Codex Iuris Canonici von 1983 entfällt der Terminus „Freimaurer“ und die Strafbestimmung. Das Verhältnis beider zueinander ist heute zunehmend liberalisiert und es werden sich in Zukunft die Berührungspunkte häufen, so glaubt zumindest ein steirischer Freimaurer.

Zusammenfassung (Englisch)

The relationship between the Catholic Church and Masonry has always been heavily used in the history. Not only because of the hidden agitation of the loges, more because of the Enlightenment, that brought a massive loss of power for the Church, Masonry was combatted and antagonized.Masonry developed out of ancient secret societies and adopted as well lots of symbols and rituals from pre-Christian time. A certain ancestor does not exist, but at the beginning of 18th century, the loges spread from Great Britain fast and started to organize and structure themselves. In the time of the Enlightenment, Masonry came upon brisk interests and understanding for the new body of thought that upheld tolerance and humanity as highest principles. The Church observed these tendencies and the fast expansion of Masonry with great worries: At the peak of prosecution of Masonry in the 19th century, countless bulls and writings were issued in which the Catholic Church not only the membership in one of the loges damned but also penalized Masonry. Many freemasons also were victims of the inquisition. Nevertheless, the anticlerical and undogmatic attitude of Masonry dispersed in Europa and were in vogue especially in the expiring 19th century. Even the modernization progress and the beginning of the 20th century did not change the clerical attitude: The Codex Iuris Canonici from 1917 penalized explicitly the membership in a loge of Masonry and sanctioned this with excommunication. Up to the Second Vatican Council in the sixties, the relationship between the Catholic Church and Masonry did not improve. Later, the efforts of the Austrian cardinal Franz König and some Austrian freemasons lead to a gradual thawing. In the new version of the Codex Iuris Canonici from 1983, the terms “freemason” and “Masonry” vanished and because of this as well the sanction of excommunication. Today, the relationship between Catholic Church and Masonry is more or less liberalized and in future, the points of contact will accumulate this is what a Styrian freemason believes in.

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