Titelaufnahme

Titel
"Bin Laden Is Dead, Obama Says" : eine bildliche Inszenierung von Macht Analyse des Fotos aus dem White House Situation Room vom 1. Mai 2011 in Hinsicht auf künstlerische Reflexionen in Verbindung mit bildwissenschaftlichen Forschungsmethoden / vorgelegt von Joana Theuer
Weitere Titel
"Bin Laden Is Dead, Obama Says" : a visual representation of power analysis of the photograph taken in the White House Situation Room on May 1st 2011 with regards to artistic reflection in connection with picture scientific research methods
Verfasser/ VerfasserinTheuer, Joana Astrid
Begutachter / BegutachterinFlach, Sabine
ErschienenGraz, Mai 2016
Umfang153 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Ibn-Lādin, Usāma / Tötung / Fotografie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97598 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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"Bin Laden Is Dead, Obama Says" [6.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der bildliche Beweis der Tötung eines Menschen angesichts einer politischen Aktion wurde geliefert oder etwa doch nicht? Am 1. May 2011 wurde im sogenannten Situation Room des Weißen Hauses in Washington vom dortigen Cheffotografen ein Foto aufgenommen, das die US-amerikanische Regierung bei der Sichtung aktueller Ergebnisse im Zuge der Mission gegen Osama bin Laden zeigt. Das Foto wurde von den Beteiligten auf die offizielle flickr-Seite des Weißes Hauses hochgeladen und nahm von dort aus seine breite, mediale Verbreitung. Das große Interesse an diesem Bild ist nicht allein dem Kontext geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass etwas Entscheidendes bei dieser Aufnahme fehlt. Die Betrachtenden des Fotos sehen eine Gruppe von Menschen, die etwas erblicken, können aber gleichzeitig nicht erkennen, was von ihnen in den Fokus genommen wird. Denn dieses Etwas befindet sich außerhalb des Bildrahmens. Das Foto beinhaltet also eine Leerstelle, welche bei den Betrachtenden den Antrieb weckt, diese zu hinterfragen oder sogar füllen zu müssen. Die vorliegende Arbeit unterliegt der Intention ausgehend von einer detailgenauen Bildbeschreibung des Fotos und der Betrachtung medialer Reaktionen über die künstlerischen Reflexionen zweier Künstler und eines Künstlerkollektivs zu einer Analyse dreier bildwissenschaftlicher Forschungsmethoden zu gelangen. Überprüft werden die Ansätze des Kunsthistorikers und Philosophen Gottfried Boehm, des US-amerikanischen Kunsthistorikers William John Thomas Mitchell und des französischen Kunsthistorikers und Philosophen Georges Didi-Huberman, die alle drei ihre Forschung im interdisziplinären Feld der Bildwissenschaft platzieren. Diese Disziplin bringt eine Vielzahl an anwendbaren Theorieansätzen zur Betrachtung von Bildern hervor, die auch im Falle des Fotos aus dem Situation Room notwendig ist, um an das Bild wissenschaftlich herantreten zu können und vor allem die Komplexität der Leerstelle zu erfassen.

Zusammenfassung (Englisch)

The visual evidence of killing a human being in the face of political action has been delivered, or has it? On May 1st 2011, a picture was taken by the responsible chief photographer in the so-called ‘Situation Room of the White House in Washington, showing the US government reviewing the current screening results during the mission against Osama Bin Laden. The said photograph was uploaded on the White Houses official flickr-page, by the involved parties and underwent wide, medial dissemination. The great interest in this picture is not solely due to the context, but also due to the fact, that something crucial is missing in the recording. The viewers of the photograph can identify a group of people reviewing something, simultaneously however, they cannot see what the group depicted in the picture is focusing on - due to the fact that this ‘particular something is not within the picture frame. Thus, the photo includes a blank space, a vacancy, which awakens the drive within the viewer to question it or even the longing to fill it. This thesis intends to reach an analysis of three pictures using scientific research methods by starting out with a highly detailed image description of the photograph and the analysis of media reactions on the artistic reflections of two artists and one artists collective. Reviewed and verified are the approaches of the art historian and philosopher Gottfried Boehm, the US art historian William John Thomas Mitchell and the French art historian and philosopher Georges Didi-Huberman, all of whom place their research among an interdisciplinary field of pictorial science. This discipline provides a variety of theoretical approaches applicable for analysing images, which are also necessary in the case of the photograph taken in the Situation Room, in order to approach the photograph scientifically and especially to capture the complexity of the vacancy.

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