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Title
Der Vorsteuerabzug von Körperschaften öffentlichen Rechts : dargestellt vor dem Hintergrund der Rechtssprechung des EuGH / vorgelegt von: Mara Tauschmann, MSc
Additional Titles
Deduction of input VAT for public sector bodies - a study of the ECJ's jurisdiction
AuthorTauschmann, Mara
CensorEhrke-Rabel, Kerstin Tina
PublishedGraz, 2016
Description82 Blätter : 1 Blatt Zusammenfassung
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Körperschaft des öffentlichen Rechts / Vorsteuerabzug
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97530 Persistent Identifier (URN)
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Der Vorsteuerabzug von Körperschaften öffentlichen Rechts [0.38 mb]
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Abstract (German)

Der Vorsteuerabzug von Körperschaften öffentlichen Rechts unterlag im Laufe der Jahre einer beachtlichen Weiterentwicklung durch den EuGH. Seit den Entscheidungen „Lennartz“, „Armbrecht“ und „Seeling“ galt das Verständnis, dass ein zum Unternehmen gehörender Gegenstand - ungeachtet einer teilweise nichtunternehmerischen Nutzung - zum vollen Vorsteuerabzug berechtigen kann. Dieses Wahlrecht wurde von der hM auch auf die Körperschaft öffentlichen Rechts ausgedehnt, was in der Literatur auf vielfach kritische Stimmen stieß. In den Entscheidungen „Securenta“ und „VNLTO“ sah sich der EuGH schließlich veranlasst, Einschränkungen in Bezug auf den Vorsteuerabzug bei gemischt genutzten Wirtschaftsgütern vorzunehmen. Im Ergebnis sprach sich der Gerichtshof für das Bestehen einer nichtwirtschaftlichen - obgleich nicht unternehmensfremden - dritten Sphäre einer Körperschaft aus, für die er den Vorsteuerabzug versagte. Damit erfasst der EuGH neben der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit von Holdinggesellschaften und Vereinen vor allem auch den hoheitlichen Bereich der Körperschaft öffentlichen Rechts. Diese Arbeit stellt die diesbezüglichen Leitentscheidungen im Zusammenhang mit dem Vorsteuerabzug der Körperschaft öffentlichen Rechts dar. Es wird gezeigt, dass die Gemeinschaftsrechtslage nicht zufriedenstellend ins österreichische UStG umgesetzt ist. Einerseits ergeben sich im Hinblick auf die Unternehmereigenschaft der Körperschaft öffentlichen Rechts Unterschiede zwischen Unionsrecht und nationalem Recht. Andererseits lässt sich der Vorsteuerausschluss im Rahmen der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit nicht ohne weiteres aus dem österreichischen Umsatzsteuergesetz ableiten. Für die Körperschaft öffentlichen Rechts birgt die Kenntnis der einschlägigen Gemeinschaftsrechtslage daher unter Umständen interessante Steuergestaltungspielräume.

Abstract (English)

The discussion regarding input VAT (value added tax) deduction for public sector bodies has evolved considerably due to the European Court of Justices (ECJ) rulings. Since the ECJ judgments “Lennartz”, “Armbrecht” and “Seeling” it has become common knowledge that goods acquired by a taxable person can be subject to full and immediate input VAT deduction, even if their use for economic purposes is very limited. At the time, the aforementioned set of rulings was understood to be equally applicable to public sector bodies. Conversely, in the judgments “Securenta” and “VNLTO”, the ECJ ruled that non-economic activities of taxpayers constitute an area excluded from input VAT deduction. In this respect, the ECJ stated that holding companies, non-profit associations and public sector bodies may carry out economic as well as non-economic activities, while the latter cannot be subject to input VAT deduction. This diploma thesis discusses the ECJs key decisions regarding input VAT deduction for public sector bodies. It shows that Community law has not been implemented into national law accordingly. On the one hand, there are significant differences regarding the entrepreneurial status of public sector bodies. On the other hand, it is doubtful that Austrian national tax law provides a sufficient legal basis for the exclusion of input VAT deduction for non-economic activities. The knowledge of these differences between Austrian tax law and community law might offer considerable tax planning opportunities for well-advised public sector bodies.