Titelaufnahme

Titel
Alternative Lebensentwürfe junger spanischer MigrantInnen aus dem Bildungsmilieu : globale Wandlungsprozesse und ihre Auswirkungen auf individuelle Identitätskonstruktionen / Anna-Olivia Wietholtz
Weitere Titel
Alternative life drafts of young academic spanish migrant : global processes of change and their effects on individual identity constructions
Verfasser/ VerfasserinWietholtz, Anna-Olivia
Begutachter / BegutachterinMoebius, Stephan
ErschienenGraz, März 2016
Umfang1 Band (verschiedene Seitenzählungen) : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Abstracts in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Spanien / Auswanderung / Identitätsfindung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97354 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Alternative Lebensentwürfe junger spanischer MigrantInnen aus dem Bildungsmilieu [1.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit hat zum Ziel, Ursachen und Folgen einer Migrationsentscheidung zu untersuchen. Globale Wandlungsprozesse, wie etwa die Finanzkrise im Jahre 2008, haben zu Migrationsströmen von südlichen in nördliche Länder Europas geführt. Unter Einbeziehung sozialtheoretischer Gegenwartsdiagnosen, wie etwa der reflexiven Moderne von Giddens und identitätstheoretischer Überlegungen, wie die Patchwork Identität von Keupp u.a., wird sich die Untersuchung auf individuelle Identitätsarbeit bei einer Migrationsentscheidung konzentrieren. Migration bedeutet für Individuen nicht nur neue Lebensrealitäten zu erfahren, sondern gleichzeitig eine Neuorientierung hinsichtlich ihrer eigenen Identität. Mittels narrativer Interviews und deren Auswertung anhand der Grounded-Theory-Methodologie werden Motivation und Umgang mit Migration analysiert und interpretiert. Fünf spanische MigrantInnen aus dem Bildungsmilieu sind in ihrer Muttersprache mit einer offenen Eingangsfrage aufgefordert worden, rückblickend über ihre Erfahrungen zu erzählen. Dies hat Erkenntnisse über neue Lebensrealität geliefert und Einblicke in die komplexen Ansprüche moderner Gesellschaften ermöglicht. Kollektiven Zuschreibungen, wie beispielsweise Nationalität und die Veränderung ähnlicher Identitätsanker haben bei den Befragten zu einem Gefühl des „Andersseins“ geführt. Trotzdem haben die Befragten Strategien aufgezeigt, um sich in einer widersprüchlichen und fragmentierten Welt zurecht zu finden. Die Arbeit zeigt, dass zentrale Aufgaben der Identitätsarbeit, wie die Erlangung von Handlungsfähigkeit, Anerkennung, Autonomie und Sinnstiftung, auch in neuen lebensweltlichen Zusammenhängen positiv bewältigt werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

This research examines the reasons for and consequences of a migration decision. Global processes of change, such as the financial crisis of 2008, have led to a migration stream from the southern to northern countries of Europe. Taking into account the reflexive modernity of Giddens and identity theories as a conceptual framework, such as the patchwork identity of Keupp et al, the research focuses on the layers of identity and shifts therein associated with the decision of an individual to migrate. Migration for an individual means not only a new life reality but also a simultaneous reorientation of ones own identity. By means of narrative interviews and subsequent evaluation with the help of the Grounded Theory methodology the motivations for, and responses to, migration have been analysed and interpreted. Five Spanish migrants from the educational environment were asked, in their mother tongue to retrospectively share and explain their experiences. These explanations offer knowledge on the migrants new life realities and provide insights into the complicated demands of modern societies. Collective ascriptions, for example nationality and the change of similar identity anchors, have led many migrants to a feeling of ‘otherness. Nevertheless, the interviewees have indicated strategies for reorientation in a contradictory and fragmented world. The research shows that the central duties of the identity work, including recognition, autonomy, meaning endowment and the acquisition by capacity to act, can be mastered positively in new lifeworld contexts.

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