Titelaufnahme

Titel
Stress und Coping : Überprüfung der psychometrischen Kennwerte des SCI (Stress-Coping-Inventars) / Gabriele Maria Wurzer
Weitere Titel
Psychometric properties of the Stress and Coping Inventory (SCI)
Verfasser/ VerfasserinWurzer, Gabriele Maria
Begutachter / BegutachterinArendasy, Martin
ErschienenGraz, 2016
Umfang157 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Stress / Bewältigung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97266 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Stress und Coping [2.26 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit dient der Überprüfung der psychometrischen Kennwerte des „SCI-Stress-Coping-Inventars (SCI)“ von Satow aus dem Jahr 2012. Der SCI beruht auf der theoretischen Grundannahme, dass Stress bei Personen durch deren subjektive Bewertung einer Situation entsteht und fünf Coping-Strategien für die Stressbewältigung angewandt werden. Für die Datenerhebung der Untersuchung wurde der Original-SCI-Fragebogen bestehend aus 54 Items herangezogen. Der Fragebogen beinhaltet 9 Skalen: 3 Stress-Skalen (21 Items), 1 Stresssymptom-Skala (13 Items) und eine Coping-Skala mit 5 Subskalen (20 Items). Die Durchführung der Datenerhebung erfolgte anonym in Form einer Papier-Bleistift-Testung. Für die Datenanalyse wurden Daten von 97 Personen verwendet. Bei der Auswertung wurden folgende Daten herangezogen: Geschlecht und Alter der Testpersonen (Tpn), Stress- und Coping-Skalen von Satow (2012), welche der Erfassung des aktuellen Stresszustandes der Person sowie der körperlichen und psychischen Stresssymptome dienten und eine Coping-Skala mit fünf Coping-Subskalen zur Erfassung der Bewältigungsstrategien der Person. Angewandte Verfahren zur Überprüfung der Validität und Reliabilität sowie der Faktorenstruktur waren Reliabilitätsanalyse, explorative Faktorenanalyse und Interskalen-Korrelationen. Zur Überprüfung von geschlechtsspezifischen Unterschieden kamen t-Tests für unabhängige Stichproben zur Anwendung. Die Ergebnisse der Reliabilitätsanalyse zeigten mittlere bis hohe Reliabilitätswerte („Stress-Skala gesamt“ =.88, „Stresssymptom-Skala“ =.82, „Coping-Skala gesamt“ =.70). Verglichen mit den Ergebnissen von Satow sind die aktuellen Skalenreliabilitäten im Allgemeinen höher (Ausnahmen: Stresssymptom-Skala und der Coping-Subskalen) und die Mittelwertergebnisse der aktuellen Untersuchung bei den Stress-Skalen niedriger und bei den Coping-Skalen höher. Ausnahme hier: die Subskala „Erhöhter Alkohol- und Zigarettenkonsum“. Ergebnisse der Faktorenanalyse lassen nicht bei allen vorhandenen Items eine eindeutige Zuordnung zu den Faktoren von Satow zu. Bei den Stress-Skalen wurden fünf Faktoren (anstatt sieben) gefunden. Die Faktorenanalyse der Stresssymptom-Items zeigte drei neue Faktoren. Die Faktorenanalyse der Coping-Items zeigte anstatt fünf Faktoren sechs. Die Interskalen-Korrelationen konnten die Ergebnisse von Satow (2012) teilweise bestätigen (Zusammenhang zwischen den Stress-Skalen „Stress durch Unsicherheit“, „Stress durch Überforderung“, „Stress durch Verlust und tatsächlich eingetretene negative Ereignisse“ und der „Stresssymptom-Skala“) und weitere Korrelationen zwischen den Coping-Skalen. Ein negativer Zusammenhang konnte zwischen den Variablen „Geschlecht“ und „Halt im Glauben“ (r=-.24), Alter und den Stress-Skalen „Stress durch Unsicherheit“ (r=.29) und „Stress durch Überforderung“ (r=-.25) gefunden werden. Die Ergebnisse der t-Tests zeigten ebenfalls einen Unterschied zwischen Frauen und Männern in Bezug auf die Verwendung der Coping-Strategie „Halt im Glauben“ (Frauen neigen eher zu dieser Coping-Strategie). Eine nochmalige Überprüfung der einzelnen Skalen bzw. Items bzw. eine nochmalige Evaluierung des SCI kann möglicherweise klarere Aussagen über die Faktoren des SCI und deren Anwendbarkeit treffen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: stress and coping are important topics these days. The Stress and Coping Inventory of Satow was designed to gather this information and to construct an inventory, which includes both. The inventory consists of three stress-scales (21 items), one stress-symptom-scale (13 items) and a coping-scale with five subscales (20 items).Objective: This study aimed at the validation of the Stress and Coping-Inventory of Satow (SCI). Methods: A sample of 97 people of the circle of acquaintances (N=97) was used to evaluate the scales. To find the factor-structure of the SCI an exploratory factor analysis was used. For reliability evaluation Cronbach Alpha and means were appropriated. To verify the validity t-tests and an inter-correlation between the scales were applied.Results: The structure of the SCI was partly confirmed. Item properties and validity were good. The reliability estimates were seen to be satisfactory to highly satisfactory. The factor analysis shows five factors instead of seven for the stress-items, three for the stress-symptom items and six new factors for the coping items instead of five.