Titelaufnahme

Titel
Ich liebe dich - verlass mich nicht : Modellanalyse der mediierenden Effekte von Selbst- und Partnerwahrnehmung im Rahmen des Investitionsmodells unter Berücksichtigung der Angst vor dem Verlassen werden / Magdalena Öhler
Weitere Titel
I love you - don't leave me : model analysis of mediating effects of self- and partner perceptions in the context of the investment model in consideration of attachment anxiety
Verfasser/ VerfasserinÖhler, Magdalena Agnes
Begutachter / BegutachterinMacher, Silvia
ErschienenGraz, Mai 2016
Umfang115 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Liebesbeziehung / Bindungstheorie <Psychologie>
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97257 Persistent Identifier (URN)
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Ich liebe dich - verlass mich nicht [1.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Für die Vorhersage der Stabilität einer Beziehung ist das Commitment, die subjektiv erlebte Abhängigkeit von einer Beziehung, von Bedeutung. Dieses hängt mit der Angst vor dem Verlassen werden (Angst), einer Dimension der Bindungsunsicherheit zusammen. Aktuelle Forschungen zeigen, dass die Variablen des Investitionsmodells (IMV), i.e. Beziehungszufriedenheit, Investitionen und Qualität der Alternativen diesen Zusammenhang vermitteln. Jedoch ist weitgehend unklar ob kognitive oder verhaltensbezogene Aspekte dieser IMV oder die Wahrnehmung dieser Aspekte beim Partner/ der Partnerin den größten Effekt auf das Commitment ausüben. Zu diesem Zweck wurden in der vorliegenden Studie sowohl Kognitionen zu den Modellvariablen als auch die Wahrnehmung von Verhaltensweisen zum Ausdruck der IMV bei den ProbandInnen selbst als auch ihre Wahrnehmung derselben Variablen bei ihrem Partner/ihrer Partnerin erhoben. Zudem wurde untersucht, welchen Effekt die Identifikation mit der derzeitigen Beziehung auf die oben genannten Zusammenhänge hat. Die Daten der 409 ProbandInnen (326 Frauen/83 Männer) wurden mittels Onlinefragebogen erhoben. Für jede IMV wurde eine multiple parallele Mediationsanalyse berechnet. Die Ergebnisse zur Zufriedenheit zeigen, dass die eigene Zufriedenheit den Zusammenhang zwischen der Angst und dem Commitment vermittelt. Im Modell Alternativen vermitteln die eigenen Verhaltensweisen zum Ausdruck der Alternativen diesen Zusammenhang. Beim Partner/ der Partnerin wahrgenommene Verhaltensweisen zum Ausdruck der Investitionen fungieren im Modell Investitionen als bedeutsamer Mediator desselben Zusammenhangs. Die Beziehungsspezifische Identifikation agiert in diesen Zusammenhängen als bedeutsamer serieller Mediator und es verblieb kein direkter Effekt zwischen der Angst und dem Commitment. Die Ergebnisse demonstrieren, dass die differenzierte Betrachtung der IMV als Mediatoren zwischen der Angst und dem Commitment durchaus aufschlussreich ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Commitment is defined as an individuals subjectively perceived dependence on a relationship and significantly predicts relationship stability. It is correlated with attachment anxiety, a dimension of attachment insecurity. Previous research shows that the variables of the investment model (IMV), i.e. satisfaction with, alternatives to, and investments in a relationship mediate this correlation. It is largely unclear, however, whether cognitive or behavioral aspects of those variables or partner perceptions of these aspects have a greater impact on relationship commitment. Therefore, the participants of the current study rated their own cognitions and behaviors concerning the IMV, as well as according partner perceptions. Additionally, the effect of identification with the current relationship on the correlations mentioned above was explored. Data of 409 participants (326 female/83 male) was collected using a self-administered online questionnaire. For each IMV a multiple, parallel mediation-analysis was computed. In the satisfaction model relationship satisfaction significantly mediated the correlation between anxiety and commitment. In the alternatives model behaviors expressing alternatives mediated this correlation. In the investments model perceived partner behavior indicating investments acted as a significant mediator. Relationship-specific identification functioned as a considerable mediator in those correlations and no direct effect between anxiety and commitment remained. The results demonstrate that a differentiated analysis of IMV in the relationship between anxiety and commitment is important.