Titelaufnahme

Titel
Wahrnehmung von statischen und sich annähernden Ekelgesichtern bei Frauen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung : eine fMRT-Studie / Carina Meyer
Weitere Titel
Perception of static and dynamic disgust facial expressions in women with borderline personality disorder : an fMRI-study
Verfasser/ VerfasserinMayer, Carina
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
Erschienen2014
Umfang97 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Frau / Borderline-Persönlichkeitsstörung / Ekel / Gefühlsempfindung / Funktionelle Kernspintomografie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97249 Persistent Identifier (URN)
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Wahrnehmung von statischen und sich annähernden Ekelgesichtern bei Frauen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung [1.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

PatientInnen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) weisen eine erhöhte Ekelempfindlichkeit und -sensitivität auf, sowie Defizite bei der Regulation eigener Ekelgefühle. Weiters gibt es zwischenmenschliche Probleme in der Nähe und Distanzregulation. Ziel dieser Studie ist es, Unterschiede in der neuronalen Aktivierung und dem subjektiven Arousal und der Valenz zwischen BPS-Patientinnen und Kontrollen beim Betrachten statischer und annähernder Ekelgesichter zu untersuchen. 38 Frauen (19 BPS und 19 KG) bekamen während einer funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) - Messung statische und annähernde Ekel- und neutrale Gesichter präsentiert. Diese mussten sie bezüglich ihres Arousals und der Valenz bewerten. Weiters wurden Fragen zur Ekelempfindlichkeit und -sensitivität, zum Selbstekel und zu Emotionsregulationsstrategien beantwortet. BPS-Patientinnen waren ekelsensitiver und hatten einen größeren Selbstekel als Kontrollen. Weiters verwendeten sie häufiger die Emotionsregulationsstrategie Unterdrückung als Neubewertung. Zudem wurden männliche Ekelgesichter unangenehmer empfunden als männliche neutrale Gesichter und BPS-Patientinnen erlebten männliche Gesichter erregender als Kontrollen. Neuronal zeigte sich eine stärkere Aktivierung bei BPS-Patientinnen gegenüber der KG a) in der Amygdala, dem Globus Pallidus und Nucleus Caudatus bei Ekel- vs. neutralen Gesichtern, b) im anterioren Cingulärcortex, der anterioren Insula, dem dorsolateralen Präfrontalcortex, dem Prämotorcortex und dem frontalen Gyrus bei annähernden vs. statischen Ekelgesichtern, c) der anterioren Insula bei weiblichen vs. männlichen annähernden Ekelgesichtern. BPS-Patientinnen unterschieden sich beim Betrachten von statischen vs. annähernden Ekelgesichtern im subjektiven Rating sowie der neuronalen Aktivierung von der KG. Schlüsselwörter: Borderline-Persönlichkeitsstörung, statische vs. annähernde Ekelgesichter, funktionelle Magnetresonanztomographie, subjektives Rating

Zusammenfassung (Englisch)

Patients with borderline personality disorder (BPD) have increased disgust proneness and disgust sensitivity as well as deficits in the regulation of their own feelings of disgust. Furthermore, there are also problems in personal space. The aim of this study is to investigate differences in neural activation, subjective arousal and valence between BPD patients and controls while viewing static and dynamic emotional faces. 19 BPD-patiens and 19 healthy controls (HC) in the present fMRI-study viewed static and dynamic disgust and neutral facial expressions and rated them according to their respective experienced arousal and perceived valence. Furthermore they answered questions regarding disgust proneness, disgust sensitivity, self-disgust and emotion regulation strategies. BPD-patients reported elevated disgust sensitivity as well as self-disgust, compared to controls. Moreover, their use of the emotion regulation strategy suppression is more frequent than their use of the strategy reappraisal. Subjective ratings showed that the perception of male disgust faces is worse than the perception of male neutral faces. Male faces also led to a higher arousal level in BPD-patients than in the HC. Furthermore, BPD-patients showed significantly greater activation compared to HC a) in the amygdala, globus pallidus and caudate nucleus when viewing disgust compared to neutral faces, b) in the anterior cingulate cortex, anterior insula, dorsolateral prefrontal cortex, premotor cortex and middle and inferior frontal gyrus when viewing static vs. dynamic disgust faces, c) in the anterior insula when viewing dynamic female vs. male disgust faces. BPD-patients differed from HC regarding their experienced arousal and perceived valence as well as the neural activation, while viewing static and dynamic disgust facial expressions. Keywords: borderline personality disorder, static vs. dynamic disgust facial expressions, functional magnetic resonance imaging, subjective rating

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