Titelaufnahme

Titel
Breaking the fourth wall and humor in "Malcolm in the Middle" / vorgelegt von Vedrana Markanović
Verfasser/ VerfasserinMarkanović, Vedrana
Begutachter / BegutachterinRieser, Klaus
ErschienenGraz, 2015
Umfang119 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blatt) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter Malcolm in the middle
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97093 Persistent Identifier (URN)
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Breaking the fourth wall and humor in "Malcolm in the Middle" [2.22 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die amerikanische TV-Serie Malcolm in the Middle (2000-2006), die aufgrund ihrer qualitativen Produktion und ihrer kreativen Erzählweise zum 'narratively complex programming' zählt, ist v.a. durch die zahlreichen in die Kamera gesprochenen Kommentare der Hauptfigur Malcolm gekennzeichnet. Diese Technik, welche als 'Durchbrechen der vierten Wand' bezeichnet wird, adressiert ausschließlich die Zuschauer und wird somit nicht von den anderen Figuren wahrgenommen.Diese Arbeit beleuchtet sowohl die häufigsten Motive, die Malcolm dazu veranlassen, sich direkt an die Kamera zu wenden, als auch die Effekte, die diese Anmerkungen bei den Zusehern erzielen können. Neben der Vergabe zusätzlicher Informationen, dem Äußern von Gefühlen und Gedankengängen, sind unter Malcolms Motiven gelegentlich sogar Kameraanweisungen zu finden, welche die Experimentierfreude dieser Serie hervorheben. Hinsichtlich der Wirkungen erzeugt das Durchbrechen der vierten Wand einerseits unter den Zuschauern das Gefühl, indirekt in das Geschehen eingebunden zu werden, andererseits zerstört es zugleich auch die Illusion des Publikums, eine unbemerkte Beobachterschaft zu sein. Des Weiteren unterstreicht dieses Stilmittel Malcolms Rolle als Hauptfigur sowie seine gelegentliche Funktion als Fokalisierungsinstanz. Da er dadurch manchmal ebenso in die Position des Erzählers schlüpft, ist seine Vertrauenswürdigkeit aufgrund seiner emotionalen Verwicklung in die Geschehnisse zum Teil zweifelhaft.Der zweite Teil der Analyse zeigt, dass Malcolms sarkastische Kommentare in die Kamera seine allgemeine Neigung zu dieser Art von Humor widerspiegeln und dass sie den humoristischen Charakter der Serie hervorheben sollen. Dieser ist vor allem durch die lächerliche, satirische und klischeebehaftete Darstellung von ernsten gesellschaftlichen Themen wie Rassismus, Armut und Sexualität gekennzeichnet und wird in dieser Arbeit auf Grundlage der Inkongruenz- sowie der Superioritätstheorie analysiert.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis elucidates why Malcolm in the Middle (2000-2006) conforms to the requirements of ‘narratively complex programming by paying special attention to the series peculiar characteristic, namely the protagonists occasional audience-directed addresses, or, using the technical terminology, his instances of breaking the fourth wall. Malcolms motives for these addresses, their possible effects on the viewers as well as the entertaining value of his remarks are examined on the basis of illustrative examples from randomly selected episodes from all seasons. The first part of the analysis reveals that Malcolm addresses the audience mainly for three reasons, namely to provide explanations or unknown information, to bring his feelings to light and to present his tangled thinking processes. Furthermore, this thesis demonstrates that by breaking the fourth wall, several different effects on the viewers can be achieved: this stylistic device may either serve as an invitation to the viewers to immerse into the story, create an alienating effect by referring to the artificiality of the show, strengthen Malcolms position as protagonist or point to his occasional roles as focalizer and/or narrator. Taking into account that Malcolm is affected by the events of the story world, his reliability as mediator between the intradiegetic and the extradiegetic level is sometimes doubtable.The second part of the analysis shows that Malcolms caustic remarks reflect his general tendency to sarcasm and that they are supposed to accentuate the series humor, which is characterized by bizarre situations in the Wilkersons family life and the ridiculous, satirical and stereotypical representation of serious social topics such as racism, poverty and sexuality. Both Malcolms amusing comments as well as the humor of the series in general are examined on the basis of two of the most supported theories of humor, namely the incongruity and the superiority theory.

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