Titelaufnahme

Titel
Leben gestalten - Landwirtinnen im sozialen Wandel : biographische Lernprozesse im Lebens- und Arbeitsalltag von selbstständig erwerbstätigen Landwirtinnen im Zuge sozial- und agrarstruktureller Veränderungsprozesse / eingereicht von Birgit Platzer
Weitere Titel
Life Concepts - women farmers and cocial change : biographical learning processes in the working lives of independent women farmers in the course of changing scocial and agrarian structures
Verfasser/ VerfasserinPlatzer, Brigitte
Begutachter / BegutachterinPilch-Ortega Hernandez, Angela
ErschienenGraz, Dezember 2015
Umfang315 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) + 1 CD-ROM
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Sozialer Wandel / Landwirtin / Bildung / Geschichte 1950-2015
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-97037 Persistent Identifier (URN)
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Leben gestalten - Landwirtinnen im sozialen Wandel [2.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge von Technisierungs- und gesamtgesellschaftlichen sozialen Wandlungsprozessen sowie durch den EU-Beitritt und die Übernahme der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) veränderte sich das landwirtschaftliche Arbeits- und Lebensfeld in Österreich ab der zweiten Hälfte des 20. Jh. grundlegend. Folgeerscheinungen sind die multifunktionale Ausrichtung landwirtschaftlicher Betriebe, Betriebsauflösungen, Nebenerwerbsbewirtschaftung oder der stille Kampf ums ökonomische Überleben. Unter dem Stichwort „Feminisierung der Landwirtschaft“ wird auf die hohe Anzahl von Frauen, die in der Landwirtschaft tätig sind und deren tragende Bedeutung für den Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe in Österreich hingewiesen. Wie aber erfahren Landwirtinnen die Veränderungen am landwirtschaftlichen Sektor in ihrer konkreten Lebens- und Arbeitswelt? Welche Rahmenbedingungen lösen in diesem Zusammenhang Lernprozesse aus? Diese Fragestellungen stehen im Zentrum der vorliegenden Masterarbeit und werden mit einem biographietheoretischen Forschungszugang, der Methodologie der Grounded Theory und den Erhebungs- und Analyseinstrumenten von Fritz Schütze zu beantworten versucht. Drei narrative Interviews mit Landwirtinnen in der Generationenfolge einer Familie bilden die Datenbasis. Die Landwirtinnen lernen unter den Rahmenbedingungen agrarstruktureller und sozialer Wandlungsprozesse vor allem in den Kontexten Berufsrolle und Betriebsführung sowie durch den Wechsel in andere soziale Umfelder. Es ist ein Lernen in der Spannung zwischen Bewahren und Verändern. Formale Bildung und Weiterbildung nehmen diesbezüglich einen zentralen Stellenwert als Moment der Qualifizierung und der sozialen Positionierung sowie der Persönlichkeitsbildung ein.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the second half of the 20th century agriculture and agricultural livelihood has gone through fundamental changes in Austria mainly caused by the fast mechanization, the overall process of social change as well as the adoption of the European CAP (Common Agricultural Policy). Significant consequences of these developments are reflected in the multifunctional orientation of agriculture, the closing down of farms, part-time farming or the silent fight for economic survival. The reference to the keyphrase “Feminization of agriculture“ emphasizes the high number of women working in the agricultural sector today and underlines their important role in maintaining agricultural businesses in Austria. How do female farmers experience the changes that have taken place in the agricultural sector in their individual living and working environment? What kind of learning processes are triggered by the new framework conditions. These focal questions will form the center of this master thesis which intends to find answers applying the method of biograpical-theoretical research, the methodology of Grounded Theory, as well as Fritz Schütze`s survey and analysis methods. The data collected is based on three narrative interviews with three female farmers of a family`s generation. The learning process among female farmers within the framework of socio-agricultural change becomes mainly apparent in the contexts of the assessment of professional roles, the operational management of farms and the shift to other social fields. This learning process takes place within the tensions between preservation and change. Therefore, vocational education and training play a pivotal role with regard to qualification, social status and personal development.

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