Titelaufnahme

Titel
Quo vadis Kindschaftsrecht? : ein über 200-jähriger rechtlicher und sozialer Wandel im ABGB / Mag. iur. Martin Moser
Weitere Titel
Quo vadis parent-child law? : a 200 year legal and social change in the Austrian Civil Legal Code
Verfasser/ VerfasserinMoser, Martin
Begutachter / BegutachterinSteppan, Markus ; Kocher, Gernot
ErschienenGraz, Dezember 2015
Umfang244 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassung in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich <Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch> / Kindschaftsrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96895 Persistent Identifier (URN)
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Quo vadis Kindschaftsrecht? [2.1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Kindschaftsrecht im ABGB war seit jeher ein kontrovers diskutiertes und polarisierendes Thema in unsere Gesellschaft. Der gesetzliche Eingriff des Staates in das Familienleben schürt Emotionen und wirft überhaupt die Frage auf, ob es Aufgabe des Staates sein soll, die Rechtsbeziehung zwischen Eltern und ihren Kindern zu regeln? Wenn man in die Entwicklungsgeschichte des österreichischen Kindschaftsrechts zurückblickt, kommt man zum Ergebnis, dass das Wohlergehen des Kindes gegenüber den elterlichen Rechten nicht immer vorranging behandelt wurde. Erst in der jüngeren Geschichte des Kindschaftsrechts ist eine deutliche Verbesserung der Rechtsstellung des Kindes bemerkbar. Das Kindschaftsrecht wurde seit dem Jahr 1970 mehrmals grundlegend umgestaltet. Davor waren größtenteils die Gesetzesbestimmungen des ABGB idF 1812 in Kraft. Mit Ausnahme der Teilnovellierungen in den Jahren 1914 und 1916 wurde das Kindschaftsrecht im ABGB beinahe 160 Jahre stiefkindlich behandelt und keiner umfassenden Reformierung unterzogen. Natürlich hat sich innerhalb dieses Zeitraumes die Gesellschaft stark verändert. Daraus resultierte, dass das Kindschaftsrecht nicht mehr zeitgemäß war. Die rechtliche Diskriminierung von Müttern wird in der Dissertation ebenso thematisiert wie die praktizierte Ungleichbehandlung zwischen ehelichen und unehelichen Kindern. Ferner wird die seit dem ABGB idF 1812 gesetzlich festgelegte Pflege und Erziehung, Vermögensverwaltung und gesetzliche Vertretung von Minderjährigen, heute unter dem Oberbegriff der Obsorge zusammengefasst, sowie die Verpflichtung zur Unterhaltsleistung, miteinbezogen. Die rechtshistorische Auseinandersetzung mit dem Kindschaftsrecht im ABGB und die Gegenüberstellung des sozialen Wandels in unserer Gesellschaft stellt die wissenschaftliche Hauptaufgabe in der Dissertation dar.

Zusammenfassung (Englisch)

Quo vadis the law of parents and child? A legal and social change in the Austrian Civil Code over the lase 200 years

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