Titelaufnahme

Titel
Die Besteuerung von Preisausschreiben im Glücksspielrecht / vorgelegt von Martin Sumper
Weitere Titel
The taxation of prize competitions
Verfasser/ VerfasserinSumper, Martin Udo
Begutachter / BegutachterinEhrke-Rabel, Kerstin Tina
ErschienenGraz, Februar 2016
UmfangXII, 99 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Glücksspiel / Recht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96873 Persistent Identifier (URN)
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Die Besteuerung von Preisausschreiben im Glücksspielrecht [1.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge der Glücksspielgesetz-Novelle 2008 BGBl I 2010/54 wurde im Glücksspielgesetz BGBl 1989/620 der § 58 Abs 3 GSpG neu geschaffen. Diese Norm unterwirft nun Preisausschreiben, bei denen von den Teilnehmern kein vermögenswerter Einsatz erbracht werden muss, einer Glücksspielabgabe von 5 % der in Aussicht gestellten Preise. Derartige Preisausschreiben werden vor allem von Medienunternehmen als zentrales Kundenbindungselement genutzt, weshalb eine genauere Betrachtung dieser Neuregelung notwendig ist. Um den rechtlichen Rahmen der Neufassung des § 58 Abs 3 GSpG genau abzustecken, gibt diese Arbeit zunächst einen allgemeinen Überblick über das österreichische Glücksspielgesetz. Dabei wird der Begriff „Glücksspiel“ sprachlich und rechtlich genau definiert und anschließend ein Ausblick auf die unionsrechtliche und verfassungsrechtliche Dimension des Glücksspielwesens gegeben. Im Anschluss werden die wichtigsten Elemente des österreichischen Glücksspielmonopols bzw des Konzessionssystems vorgestellt. Der folgende Abschnitt erläutert die Konzessionsabgabe, die Spielbankabgabe und die Glücksspielabgaben in geraffter Form. Danach wird im Detail auf die Besteuerung von Preisausschreiben im Glücksspielrecht eingegangen. Dazu werden zuerst die einzelnen Tatbestandsmerkmale des § 58 Abs 3 GSpG genau erläutert. Besonderes Augenmerk richtet sich auf den Steuergegenstand dieser Norm. Außerdem geht der Autor auf die Vereinbarkeit des § 58 Abs 3 GSpG mit der grundlegenden Systematik des Glücksspielgesetzes ein. Sodann folgt anhand einer aktuellen Entscheidung des BFG eine Untersuchung der Bemessungsgrundlage von länderübergreifenden Preisausschreiben iSd § 58 Abs 3 GSpG. Hierbei werden die verschiedenen Rechtsmeinungen des BFG, der Finanzverwaltung und des VwGH beleuchtet. Dem folgend stellt der Verfasser seinen eigenen Lösungsansatz zu dieser hochaktuellen Problematik vor. Abschließend werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit in Form eines Thesenkataloges präsentiert.

Zusammenfassung (Englisch)

As a result of the Gambling Act Amendment 2008 (BGBl I 2010/54) the § 58 (3) GSpG was introduced in the Austrian Gambling Act (GSpG BGBl 1989/620). § 58 (3) GSpG taxes prize competitions, in which the participants do not wager a stake with monetary value, with 5 % of the promised prizes. Such prize competitions are primarily used by media enterprises and constitute an important element of their marketing strategy. It is therefore necessary to examine the ramifications of this new „gambling-tax“ in detail. First this paper provides a general overview of the Austrian Gambling Act (GSpG), which is the legal framework for § 58 (3) GSpG. In the course of this the „everyday understanding“ and the legal sense of the term „gambling“ are precisely defined. Subsequently the reader is given an outlook on the gambling regulations of the EU and the Austrian constitutional law. Following this, the core elements of the Austrian state monopoly on gambling are outlined. The next chapter summarizes the three different types of gambling-taxes in Austria. After this the paper deals in-depth with the taxation of prize competitions and the impact of § 58 (3) GSpG on the Austrian Gambling Act. For this purpose the important criterions of § 58 (3) GSpG are explained individually. In this context, special focus is given to the legal classification of prize competitions. Furthermore the author addresses the issue of compatibility between § 58 (3) GSpG and the purpose of the Austrian Gambling Act. Then, due to a ruling of the Federal Tax Court (BFG) in 2015, the taxable base of cross-border prize competitions is closely examined. In doing so, the legal interpretations of the BFG, the tax authorities and the Supreme Administrative Court (VwGH) are summarized. After this the author constitutes his own legal interpretation of this subject matter. Lastly the most important conclusions of this paper are compiled in a list of theses.