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Title
Das kostendeckende Vermögen in der Insolvenz einer juristischen Person / eingereicht von Mario Strohmayer
Additional Titles
The required cost-covering assets in the bankrptcy of a legal entity
AuthorStrohmayer, Mario
CensorNunner-Krautgasser, Bettina
PublishedGraz, Dezember 2015
DescriptionXVI, 74 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2015
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Insolvenzverfahren / Kostendeckungsprinzip
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96842 Persistent Identifier (URN)
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Das kostendeckende Vermögen in der Insolvenz einer juristischen Person [1.06 mb]
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Abstract (German)

Ein Insolvenzverfahren kann nicht eröffnet werden, wenn kein kostendeckendes Vermögen vorhanden ist. Diese Insolvenzvoraussetzung ist dann als gegeben anzusehen, wenn die Anlaufkosten, die Verfahrenskosten bis zur Berichtstagsatzung, gedeckt werden können. Durch den Erlag des Kostenvorschusses kann das Insolvenzverfahren jedoch auch eröffnet werden, wenn der Schuldner über kein kostendeckendes Vermögen verfügt. Dieser Kostenvorschuss kann beispielsweise von einem Gläubiger oder von einem Gläubigerschutzband erbracht werden. Für juristische Personen gibt es Sonderbestimmungen: Die organschaftlichen Vertreter und Mehrheitsgesellschafter sind nämlich zum Kostenvorschuss verpflichtet, wenn die juristische Person über kein hinreichendes Vermögen verfügt. Wenn der organschaftliche Vertreter keinen Kostenvorschuss erlegt, muss er ein Vermögensverzeichnis vorlegen und vor Gericht unterfertigen.Diese Haftungsbestimmungen wurden im Zuge des IRÄG 1997 und dem IRÄG 2010 eingeführt und sollen erreichen, dass Insolvenzeröffnungsanträge nicht mehr in so häufiger Anzahl an der Hürde des kostendeckenden Vermögens scheitern. Strittig ist die Frage, ob die organschaftlichen Vertreter und Mehrheitsgesellschafter bereits vor der Beendigung der Vermögensprüfung der juristischen Person belangt werden können oder ob ihre Haftung gegenüber der juristischen Person subsidiär ist. Die verschärften Haftungen gem § 72f IO werden teilweise kritisch angesehen und vereinzelt sogar als verfassungswidrig bezeichnet, da dadurch das Unternehmerrisiko auf die Organe und Gesellschafter übergeht. Auf diese differenten Meinungen wird in der Arbeit explizit eingegangen und ein brauchbarer Lösungsvorschlag erarbeitet.

Abstract (English)

Insolvency proceedings cannot be instituted unless there are cost-covering assets. This requirement is considered to be fulfilled, if the initial costs of the proceedings, which are the costs until the reporting court hearing, can be covered. If a retainer is paid, insolvency proceedings can be instituted even if the debtor does not have cost-covering assets. The retainer can for example be provided by a creditor or a creditor protection agency. There are special provisions for distinct legal entities: executive organs and majority shareholders are required to pay the retainer, if the distinct legal entity does not have cost-covering assets. If a retainer is not paid, the executive organ must present a schedule of property. Those provisions of liability have been introduced with the IRÄG 1997 and the IRÄG 2010 and serve the purpose of reducing the number of petitions in bankruptcy being dismissed due to a lack of assets. The question, whether executive organs and majority shareholders can be held liable before the assets of the distinct legal entity are evaluated or whether their liability is subsidiary, is highly disputed. The tightened rules of liability laid down in sections 72 et seq. IO have been criticized to some extent and have even been considered unconstitutional, because they shift the corporate risk to representatives and shareholders. This thesis will discuss and evaluate those different opinions and work out a feasible proposal for a solution.

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