Titelaufnahme

Titel
Ursachen der Entstehung interlingualer Homonymie : eine Analyse russischer und bosnisch/kroatisch/serbischer Substantive und Adjektive / vorgelegt von Iris Haider, BA
Weitere Titel
Causes and sources of interlingual homonyms : an analysis of Russian and Bosnian/Croatian/Serbian nouns and adjectives
Verfasser/ VerfasserinHaider, Iris
Begutachter / BegutachterinWonisch, Arno
ErschienenGraz, 2016
Umfang116 Blätter : Abstract in deutscher und englischer Sprache(2 Blätt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Text überwiegend deutsch, teilweise bosnisch/kroatisch/serbisch, teilweise russisch. Zusammenfassung in russischer Sprache
Teilweise in kyrillischer Schrift
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Slawische Sprachen / Homonymie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96808 Persistent Identifier (URN)
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Ursachen der Entstehung interlingualer Homonymie [1.78 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden slawistisch-sprachwissenschaftlich orientierten Arbeit wird der Frage nachgegangen, warum bestimmte Wörter im Russischen und Bosnisch/Kroatisch/Serbischen trotz gleicher graphischer Form teils unterschiedliche oder gar vollkommen konträre Bedeutungen aufweisen. Solche Wörter werden meist als „falsche Freunde“ bezeichnet und sind in der Linguistik unter anderem auch als „interlinguale Homonyme“ bekannt. Ziel der Untersuchung ist es, mögliche Entstehungsursachen russischer und bosnisch/kroatisch/serbischer Homonyme aufzuzeigen, wobei dafür ein speziell geschaffenes Korpus von insgesamt 140 Beispielen (Substantive und Adjektive) mithilfe etymologischer Wörterbücher analysiert und ausgewertet wurde. Den größten Teil der Beispiele bildeten genetisch verwandte slawische Wörter, wodurch auch die semantische Divergenz dieser Lexeme als der weitaus häufigste Entstehungsgrund für interlinguale Homonymie auftrat. Die einzelsprachlich modifizierte Verwendungsweise von entlehntem Wortgut sowie der formale Zusammenfall etymologisch unterschiedlicher Lexeme waren in etwa einem Drittel der Fälle Ursache für die Existenz graphischer Äquivalente mit voneinander abweichender Semantik im Russischen und Bosnisch/Kroatisch/Serbischen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis investigates why some homographic words of the closely related Slavic languages Russian and Bosnian/Croatian/Serbian have entirely different meanings. These words are often colloquially referred to as „false friends“, whereas in the (Slavic) linguistic literature, they are known as „interlingual homonyms“. It is the aim of this study to explore various possible reasons for the emergence of homonymy from a diachronic perspective. For this purpose, a corpus of 140 interlingual homonyms (consisting of both nouns and adjectives) was assembled and examined by means of etymological dictionaries. Genetically related Slavic words made up the greatest part of analysed examples, which is why the process of semantic divergence appeared to be the most frequent reason for interlingual homonymy. Furthermore, individually modified loanwords as well as the graphical convergence of etymologically different words in Russian and Bosnian/Croatian/Serbian were the causes of homonymy in about one third of the examined cases.