Titelaufnahme

Titel
Die Verfassungsgeschichte Israels aus Gender Perspektive : eine rechtshistorische Darstellung unter Berücksichtigung der Wehrpflicht der Frauen / vorgelegt von Julia Katzianka
Weitere Titel
The constitutional history of Israel from a gender perspective : a depiction from a legal history viewpoint under consideration of the conscription for women
Verfasser/ VerfasserinKatzianka, Julia
Begutachter / BegutachterinZiegerhofer, Anita
ErschienenGraz, 2016
Umfang119 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Israel / Verfassung / Geschichte / Israel / Wehrpflicht / Frau
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96788 Persistent Identifier (URN)
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Die Verfassungsgeschichte Israels aus Gender Perspektive [1.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der erste Teil der vorliegenden Arbeit untersucht die Verfassungsrechtsentwicklung Israels unter besonderer Berücksichtigung des rechtlichen Status der Basic Laws sowie der Rechtsstellung der Frau sowohl im säkularen als auch im religiösen Recht. Der zweite Teil dieser Arbeit besteht aus der Auseinandersetzung mit der Wehrpflicht beziehungsweise mit dem freiwilligen Wehrdienst der Frau in der patriarchal geprägten Institution des Militärs weltweit, wobei das Hauptaugenmerk auf der Wehrpflicht für Frauen in Israel liegt. Es wird zunächst auf die historischen Ereignisse wie das Ende der Herrschaft des Osmanischen Reiches über Palästina, das Völkerbundmandat Großbritanniens über Palästina sowie die Resolution Nummer 181 (II) der Vereinten Nationen, die eine Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat vorsah und schließlich zur Ausrufung des Staates Israel am 14. Mai 1948 führte, eingegangen. Die seit Jahrzehnten andauernde Diskussion über die Existenz einer israelischen Verfassung zog in dieser Arbeit aufgrund einer Analyse der Basic Laws sowie der Berücksichtigung bedeutender Supreme Court Entscheidungen ein positives Resümee. Nicht im Verfassungsrang stehend, jedoch von elementarer Bedeutung ist das Gesetz zur Gleichstellung der Frau, das aufgrund der nicht vorhandenen Trennung von Staat und Religion in einem Spannungsverhältnis zu dem religiösen Recht steht und daher keine vollkommene Gleichstellung zwischen Mann und Frau erwirken kann. Diese fehlende Gleichstellung der Geschlechter spiegelt sich zudem in der unterschiedlichen (kürzeren) Dauer der Wehrpflicht für Frauen, den nur für Frauen geltenden Befreiungsgründen und den differierenden Aufstiegschancen und Karrieren von Männern und Frauen wieder.

Zusammenfassung (Englisch)

The first part of the presented diploma thesis examines the development of the constitutional law of Israel with special consideration of the legal status of the Basic Laws and the legal situation of women under the secular and religious law. The second part deals with the conscription and the voluntary military service for women in the patriarchal institution of the global military although the main focus lies on the conscription for women in Israel. In the first instance, historical occurrences like the end of the governance of the Ottoman Empire over Palestine, the British Mandate for Palestine, and the United Nations Resolution Number 181 (II), which included the partition of Palestine into an Arab and a Jewish state and conclusively led into the proclamation of the State of Israel on May 14th 1948, are addressed. The discussion about the existence of a constitution that has continued for decades drew a positive conclusion in this very thesis based on an analysis of the Basic Laws and the consideration of important Supreme Court cases. Not a law of constitutional rank but of fundamental importance is the Womens Equal Rights Law, which is because of the lack of separation between state and religion, in conflict to religious law. This is the reason for the abstinence of full legal equality between men and women. Also, this status is reflected in the military and in the fact of the shorter conscription for women, grounds of exemption which applies only for women and the different career opportunities for men and women.