Titelaufnahme

Titel
EG - Health Claims Verordnung : im Spannungsverhältnis zwischen Theorie und Praxis / von Hanna Lepuschütz
Weitere Titel
EU Health Claims Regulation : the conflict between theory and practise
Verfasser/ VerfasserinLepuschuetz, Hanna
Begutachter / BegutachterinStöger, Karl
ErschienenGraz, Januar 2016
Umfang138 Blätter : Zusammenfassung (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Lebensmittelrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96719 Persistent Identifier (URN)
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EG - Health Claims Verordnung [0.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung:Aufgrund des ständig wachsenden Gesundheits- bzw. Ernährungsbewusstseins sahen sich die Gesetzgeber sowohl auf europäischer als auch auf einzelstaatlicher Ebene gezwungen auf dieses Umdenken in der Bevölkerung zu reagieren und unterzogen das Lebensmittelrecht einem grundlegenden Wandel. In Österreich wurde 2006 das frühere Lebensmittelgesetz (LMG 1975) von dem heutigen Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) abgelöst. Durch das LMSVG wurde ein umfangreiches Konzept geschaffen, welches die Sicherheit eines Lebensmittels während jeder einzelnen Verfahrensstufe einer Lebensmittelkette, von der Herstellung über die Weiterverarbeitung bis hin zum Vertrieb eines endgültigen Produktes, im Sinne des Gesundheits- und Verbraucherschutzes gewährleisten soll. Während das ursprüngliche Lebensmittelrecht im Lichte des Missbrauchsprinzips den Schwerpunkt auf eine einwandfreie Nahrungsmittelqualität legte, kam es im Rahmen der lebensmittelrechtlichen Neuerlassungen zu einem Paradigmenwechsel, der nunmehr den Rechtsgedanken des sogenannten Verbotsprinzips verfolgt und auf ein geschlossenes Lebensmittel-Sicherheitssystem setzt.Auf internationaler Ebene wurden die geplanten Harmonisierungsmaßnahmen in Form der EG-Health Claims Verordnung 1924/2006 in Verbindung mit der EU-Health Claims Verordnung 423/2012 verwirklicht. Diese europäischen Rechtsakte verkörpern den Regelungsrahmen für gesundheits- und nährwertbezogene Angaben für Produkte am Lebensmittelsektor. Grundpfeiler dieser unionalen Verordnungen sind zum ersten der Erstellungsprozeß einer Claims-Gemeinschaftsliste im Sinne des Art 13 HCVO, zum zweiten die Bestimmungen hinsichtlich des Unternehmer-initiierten Angaben-Zulassungsverfahrens nach Art 15 ff HCVO geknüpft an neue wissenschaftliche Erkenntnisse und zum dritten die Verwendung eines bereits genehmigten Claims im allgemeinen Lebensmittelverkehr.Auf Grundlage des Art 13 EG-Health ClaimsVO wurde mit der gegenständlichen EU-VO letztlich eine Claimsliste veröffentlicht, die eine Übersicht von allen von der EFSA bislang genehmigten Angaben bieten soll. Jene Positivliste hat stets, in Anlehnung an die neuesten Wissenschaftserkenntnisse, von der Europäischen Kommission aktualisiert zu werden und ist auf der offiziellen Website der „Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission“ für jeden Wirtschaftstreibenden auf dem Lebensmittelsektor einsehbar.Aufgrund der Komplexität der EG-Health ClaimsVO bestand in Unternehmerkreisen von Beginn an erhebliche Rechtsunsicherheit, die trotz einschlägiger EuGH-Rechtsprechungen dennoch nicht geschmälert werden konnte, da das volle Ausmaß der gegenständlichen Harmonisierung bis dato noch immer nicht klar definiert werden kann.Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit soll somit eine rechtliche Durchleuchtung dieser Verordnung sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Continously growing awareness within the population towards physical health and nutritional quality has forced the legislative authorities to substantially modify food laws across european countries.In Austria the former Food Act of 1975 (LMG 1975) was replaced by the current so called LMSVG in 2006.While the former food law was focused mainly on first class quality with respect to the „principle of misuse“, a paradigm shift was implemented within the scope of the new order based on the so called „principle of prohibition“ to provide a more comprehensive food safety system. The austrian LMSVG offers a comprehensive concept to provide food safety during every step of processing. This concept comprises monitoring of food during production, processing and distribution.At an international level the planned harmonising measures were realized in the form of the so called EC-Health-Claims-Regulation 1924/2006 in conjunction with the EU-Health-Claims Regulation 432/2012. These European Acts represent the legal framework for health and nutritional specifications of food products. The keystones of these european regulations were the establishment of a Health-Claims-list according to Article 13 HC-Regulation, the directives for business oriented claims registration procedures according to Article 15 f HC-Regulation and new scientific findings as well as use of an already authorized claim regarding general food traffic.The EU Register of nutrition and health claims was published within the representional EU- regulation based on Article 13 HC-Regulation, offering an overview of all current European Food Safety Authority (EFSA) authorized declarations. This overview which is availabe for entrepneurs in the respective field on the webpage of the „General for Health and Consumer Protection of the European Commission“ (GD SANTE former GD SANCO) will be continuously updated by the European Commission based on current scientific findings. However the complexity of the EC-Health-Claims-Regulation raised considerable legal uncertainty among entrepreneurs which could not be overcome despite relevant case law of European Court of Justice (ECJ) because the full extent of the harmonisation is to date not clearly and comprehensively defined.The aim of this study was to investigate the EC-Health-Claims-Regulation on national and international scale.