Titelaufnahme

Titel
Attachment und kardiovaskuläre Effekte mentaler Aktivierung sozialer Unterstützung / Martina Gumilar
Weitere Titel
Attachment and cardiovascular effects of mental activation of social support
Verfasser/ VerfasserinGumilar, Martina
Begutachter / BegutachterinGramer, Margit
ErschienenGraz, 2016
Umfang142 Blätter : Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Stress / Soziale Unterstützung / Bindungsverhalten / Herzfrequenz / Blutdruck
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96454 Persistent Identifier (URN)
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Attachment und kardiovaskuläre Effekte mentaler Aktivierung sozialer Unterstützung [1.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Einfluss mentaler Aktivierung sozialer Unterstützungsschemata bei partnerschaftlichen Bindungsstilen (sicher, ängstlich, vermeidend) auf die kardiovaskuläre Reaktivität während eines sozialen Stressors zu untersuchen. Sechsundsechzig Frauen im Alter von 18 bis 29 Jahren wurden dafür einer von zwei Unterstützungsbedingungen zugewiesen: mentale Aktivierung des Partners, mentale Aktivierung einer bekannten Person. Die partnerschaftlichen Bindungsstile wurde mit der deutschen Version des Experiences in Close Relationships Fragebogen erhoben. Der soziale Stressor war Halten einer Rede vor der Videokamera. Der Systolische Blutdruck (SBP), diastolische Blutdruck (DBP) und die Herzrate (HR) wurden während der Stressorantizipation, während der Redevorbereitungsphase, während der Rede sowie in der abschließender Erholungsphase erfasst. Zudem wurde noch subjektives Wohlbefinden, kognitive Aufgabenbewertung und Rumination erhoben. In der Antizipations- und der Vorbereitungsphase wurden keine Unterscheide zwischen den Bindungstypen gefunden. In der aktiven Belastungsphase (Rede) haben ängstlich-gebundene Personen die höchsten Anstiege im SBP und DBP gezeigt, verglichen mit sicher- und vermeidend-gebundenen. Die mentale Aktivierung sozialer Unterstützung führte jedoch zu keinen Unterschieden in den kardiovaskulären Reaktionen. Bezüglich der Erholungsphase, haben ängstlich-gebundene im SBP eine verzögerte Erholung gezeigt. Weiters haben ängstlich-gebundene Teilnehmerinnen den Stressor als Bedrohung wahrgenommen haben, vermeidend-gebundene als Herausforderung, sicher-gebundene prospektiv als Herausforderung und retrospektiv als Bedrohung. Ängstlich-gebundene zeigten auch eine höhere negative Rumination als sicher- und vermeidend-gebundene.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of the present study was to investigate the influence of mental activation of supportive ties in different attachment styles (secure, anxious, avoidant) on cardiovascular reactivity during a social stressor. Sixty-six women aged between 18 and 29 years were assigned to one of two support conditions: mental activation of Partner, mental activation of casual acquaintances. Attachment was assessed using the German Version of the Experiences in Close Relationships questionnaire. The social stressor was holding a speech in front of the video camera. Systolic blood pressure (SBP), diastolic blood pressure (DBP) and heart rate (HR) were assessed during stressor anticipation, during speech preparation, during the speech and in the final recovery phase. Furthermore, subjective well-being, cognitive task appraisal and rumination were assessed. In the anticipation and speech preparation phase no differences between attachment types have been found. In the active phase (speech) anxious attachment went along with the highest increases in SBP and DBP compared with secure- and avoidant-attachment. Mental activation of support resulted in no differences in cardiovascular responses. With regard to the recovery phase, anxious attachment was related to delayed SBP recovery. Furthermore, cognitive task appraisal showed differences in the attachment types. Participants with anxious attachment perceived the stressor as a threat. Participants with avoidant attachment perceived the stressor as challenge. Participants with secure attachment evaluated stressor prospectively as challenge, retrospectively as threat. Anxious attachment also was related to higher negative rumination compared to secure and avoidant attachment.