Titelaufnahme

Titel
Ausschlussgründe für die Aufnahme einer Notariatsurkunde gemäß § 33 NO im Lichte der aktuellen Judikatur / Ludwig Helml
Weitere Titel
Exclusion criterions for the issue of a notarial deed according tho § 33 NO in due consideration to current case-law
Verfasser/ VerfasserinHelml, Ludwig
Begutachter / BegutachterinSchummer, Gerhard
ErschienenGraz, Dezember 2015
Umfang60 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Notariatsurkunde / Recht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96357 Persistent Identifier (URN)
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Ausschlussgründe für die Aufnahme einer Notariatsurkunde gemäß § 33 NO im Lichte der aktuellen Judikatur [0.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Rechtsordnung sieht an zahlreichen Stellen die Notwendigkeit notarieller Beurkundungen für Dokumente vor. Der Notar übernimmt quasi öffentlich-rechtliche Pflichten, wenn er Beurkundungen gemäß § 1 NO vornimmt. Notariell beurkundete Dokumente gelten gemäß § 2 NO als öffentliche Urkunden. Notariatsurkunden gemäß § 1 NO müssen daher den öffentlich-rechtlichen Unabhängigkeitserfordernissen genügen. Diese Unabhängigkeitsversicherungen haben zwei Aufgaben zu erfüllen, nämlich zum einen die faktische Sicherung der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit des beurkundenden Notars und zum anderen die Sicherung des Vertrauens in den Berufstand der Notare. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sieht die Notariatsordnung in ihrem § 33 Ausschlussgründe für Notare von der Aufnahme einer Notariatsurkunde vor. Die Reichweite und die Abgrenzungen dieser Bestimmungen werden im Rahmen dieser Arbeit analysiert und diskutiert. Hier-bei wird zunächst auf die formellen Ausschlussgründe des Notars und in der Folge auf materielle Ausschlussgründe eingegangen. Zum Abschluss wird das rechtliche Schicksal einer, entgegen dem Verbot des § 33 NO, dennoch aufgenommenen Notariatsurkunde und die möglichen Rechtsfolgen für den beurkundenden Notar vorgestellt und besprochen. Besonders interessant und praxisrelevant ist auch die Frage, ob und inwieweit ein Notar, der eine Organstellung in einer juristischen Person oder einer Personengesellschaft innehat, von Beurkundungen gemäß § 33 NO im Zusammenhang mit Rechtsgeschäften dieser juristischen Person oder Personengesellschaft ausgeschlossen ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Austrian state law demands notarization of documents at numerous places. The attesting notary fulfills kind of "public-law-duties", when attesting according to § 1 NO. Notarized documents are presumed to be official deeds, according to § 2 NO. Such deeds have therefore to meet the requirements for official deeds. Those requirements have to meet two purposes, to secure the complete independence and impartiality of the attesting notary and to secure peoples' trust into the profession of the notaries. In order to meet these requirements, there are terms of exclusion determined within § 33 NO, which suspend a notary from the act of notarization under certain circumstances. The range and the delimitation of this rule will be analyzed and discussed within this paper. At last the legal effects of violation of § 33 NO, for the document and the attesting notary, will be presented and discussed. Notaries are often acting for artificial persons in real life. Therefore a very interesting and related to real life question is if those notaries can notarize documents for artificial bodies they are members of.