Titelaufnahme

Titel
Öffentliche Stadträume : Rückgewinnungsmöglichkeiten für BürgerInnen am Beispiel des Lendwirbels in Graz / vorgelegt von Sarah Spieler
Weitere Titel
Public urban spaces : reclaiming options for citizens using the example of the Lendwirbel in Graz
Verfasser/ VerfasserinSpieler, Sarah
ErschienenGraz, 2015
UmfangIX, 122 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Stadt / Öffentlicher Raum
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96320 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Öffentliche Stadträume [1.34 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Wir leben in einem urbanen Jahrhundert, in dem es mehr und mehr Menschen weltweit in die Städte zieht. Ökologische und sozio-ökonomische Auswirkungen dieser Entwicklung rücken dabei immer deutlicher in das Blickfeld unterschiedlicher Disziplinen. Doch auch unser Alltag und damit unser urbaner Lebensraum sind spürbar enger mit der Zukunft der Stadt verknüpft. Wie mit den öffentlichen Stadträumen umgegangen wird und welche Rolle deren Bürgerinnen und Bürger dabei spielen, ist das Forschungsinteresse dieser Arbeit. Henri Lefebvres Werke zur Produktion des Raumes und im Besonderen seine Forderung nach einem „Recht auf Stadt“ stellen dabei die theoretischen Grundlagen dar. Exemplarisch wird dies anhand eines sozio-kulturellen Stadtteilfestes, dem Lendwirbel im Grazer Bezirk Lend, analysiert. Anhand der theoretischen Aufarbeitung und der empirischen Ergebnisse wird eine Reihe von Sachverhalten präsentiert. Deutlich treten dabei weltweite Tendenzen zu mehr Reglementierung der öffentlichen Räume hervor. Wir befinden uns inmitten eines Paradigmenwechsels hinsichtlich des Umgangs mit dem Fremden, dem Anderen im öffentlichen Raum. Boten vormals die europäischen Städte der Entwicklung von Demokratie und Toleranz einen idealen Nährboden, sind diese heutzutage durch Sauberkeits-, Ordnungs- und Sicherheitspolitiken bedroht. Der Zunahme von Raumverboten und der kapitalistischen Orientierung vieler Städte, steht jedoch das Aufbegehren ihrer Bürgerinnen und Bürger gegenüber. Diese eignen sich selbstinitiativ und subversiv öffentliche Räume wieder an. Der Prozess der Aneignung, Nutzung und Wahrnehmung des Raumes stellt daher auch den Fokus der vorliegenden Arbeit dar.

Zusammenfassung (Englisch)

We live in an urban century, in which more and more people worldwide are attracted to cities. Ecological and socio-economic effects of this development are moving clearly into the focus of various disciplines. However, even our everyday life and thereby our urban living space are noticeably more closely linked with the future of the city. How to deal with public urban spaces and role citizens play in shaping these spaces, is the research interest of this thesis. Henri Lefebvres work regarding the production of space and in particular his call for a “Right to the City” provides the theoretical foundation. An example analysis is provided by a socio-cultural neighborhood festival, the Lendwirbel located in the district Lend in the city of Graz. Based on the theoretical workup and the empirical results a number of issues are presented. Significantly, worldwide trends toward greater regulation of public spaces emerge thereby. We are in the midst of a paradigm shift in terms of dealing with the strange and the different in public space. Formerly, European cities provided an ideal breeding ground for the development of democracy and tolerance. Nowadays these are threatened by cleanliness, regularity and security policies. The increase in space regulations and the capitalistic orientation of many cities, however, are being confronted by the rebellion of its citizens. Citizens are reclaiming public space in a self-reliant and subversive way. The process of appropriation, use and perception of space is therefore also the focus of this thesis.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 117 mal heruntergeladen.