Titelaufnahme

Titel
Molecular and morphological analyses of fungal communities in lichens / submitted by Antonia Fleischhacker, Mag.rer.nat
Verfasser/ VerfasserinFleischhacker, Antonia
Begutachter / BegutachterinGrube, Martin
ErschienenGraz, January 2016
Umfang187 Blätter : Illustrationen, Diagramme, 1 Karte
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Koralpe-Gebiet / Flechten / Thallus / Flechtenbesiedelnde Pilze / Biodiversität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96313 Persistent Identifier (URN)
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Molecular and morphological analyses of fungal communities in lichens [10.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Flechten werden häufig von anderen Pilzen, die sichtbar oder kryptisch im Thallus vorkommen, besiedelt. Die taxonomisch bekannten lichenicolen Pilze werden durch sichtbare Symptome auf ihren Wirten erkannt. Andere Pilze kommen vor, ohne morphologische Strukturen am Thallus zu produzieren und wurden deswegen lange Zeit übersehen. Daher ist wenig über ihren Artenreichtum und ihre Wirtsverbindungen bekannt. Wir sammelten Thalli von gesteinsbesiedelten Flechtenarten von zwölf Lokalitäten der alpinen Region der Koralpe und wendeten molekulare und morphologische Analysen an. Unser Ziel war es, die Diversität von Flechten-assoziierten Pilzen in spezifischen, flechtenreichen Gemeinschaften durch Anwendung von Kultivierungs- und Mikroskopiertechniken, einer Fingerprint-Methode (SSCP) und 454 Pyrosequenzierung zu untersuchen. Wir konnten zeigen, dass es eine unerwartet hohe Pilzdiversität in Flechtenlager gibt. Die systematische, geschichtete Auswahlstrategie half, 17 vorher undokumentierte lichenicole Pilze zu entdecken. Für Xanthoria parietina, die als wichtige Wirtsflechte für viele lichenicole Pilze gilt, wurde Arthonia parietinaria als eine neue Art beschrieben. Die Ergebnisse von den SSCP- und Sequenzierungsanalysen zeigten kein asymptomatisches Vorkommen von normalerweise symptomatischen lichenicolen Pilzen in Thalli von denselben und verschiedenen Wirtsarten. Unsere phylogenetischen Analysen der Kulturen weisen darauf hin, dass die meisten Isolate zu den Chaetothyriomyceten and Dothideomyceten gehören. Einige derer Stämme repräsentieren bis jetzt unbeschriebene Abstammungslinien. Die Pyrosequenzierungsanalysen zeigten außerdem ein Vorkommen von Tremellomyceten in beinahe jedem untersuchten Flechtenthallus. Die Diversität von kryptisch gleichzeitig auftretenden Pilzen in Individuen von verschiedenen Flechtenarten variiert wesentlich.Diese Arbeit trägt zu einem besseren Verständnis von Flechten als komplexe ökologische Nische und Wiege der Pilzevolution bei.

Zusammenfassung (Englisch)

Lichens are frequently colonized by other fungi which occur conspicuously or cryptically in their thalli. The taxonomically known lichenicolous fungi are recognized by visible symptoms on their hosts. Other fungi occur without producing morphological structures on the thallus and have therefore been overlooked for a long time. Thus, little is known about their species richness and host-association. We sampled thalli of rock-inhabiting lichen species at twelve localities in the alpine region on the Koralpe Range, Austria and applied molecular and morphological analyses to them.We aimed at studying the diversity of lichen-associated fungi in specific, lichen-rich communities by applying cultivation and microscopical techniques, a fingerprint method (SSCP) and next generation sequencing (454 pyrosequencing). We could show that there is an unexpected high fungal diversity in lichen thalli. The systematic, stratified sampling strategy helped to recover 17 previously undocumented lichenicolous fungi in the studied region. For the foliose macrolichen Xanthoria parietina which is an important host lichen for many lichenicolous fungi we described Arthonia parietinaria as new to science. The results from SSCP and the sequencing analyses did not reveal asymptomatic occurrence of normally symptomatic lichenicolous fungi in thalli of both the same and different lichen host species. Our multilocus phylogenetic analyses from the isolated strains suggested that most of the isolates belong to Chaetothyriomycetes and Dothideomycetes. Some strains found in them represent yet undescribed lineages. The pyrosequencing analyses further resulted in occurrences of Tremellomycetes in almost each studied lichen thallus. We also showed that the diversity of cryptically co-occurring fungi varies substantially in individuals of different lichen species. This thesis contributes to better understanding of lichens as complex ecological niche and as a cradle of fungal evolution.

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