Titelaufnahme

Titel
Zur Kündigung von Bausparverträgen im deutschen und österreichischen Recht / vorgelegt von Brian Samuel Oiwoh
Weitere Titel
Termination of building loan agreements in Austrian and German law
Verfasser/ VerfasserinOiwoh, Brian Samuel
Begutachter / BegutachterinArnold, Stefan Karl
ErschienenGraz, im Jänner 2016
Umfang1 Band (verschiedene Seitenzählungen) : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Deutschland / Österreich / Bausparvertrag / Kündigung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-96044 Persistent Identifier (URN)
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Zur Kündigung von Bausparverträgen im deutschen und österreichischen Recht [0.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In Deutschland erweisen sich aufgrund des gegenwärtig niedrigen Zinsniveaus einzelne Geschäftsmodelle als unrentabel und untragbar. Dazu zählt vor allem der Bausparvertrag. Insbesondere die deutschen Bausparkassen versprachen in der Vergangenheit oft hoch dotierte, fixe Guthabenzinsen von bis zu fünf Prozent, was eine große Anzahl an Kunden köderte. Die heutigen Zinssätze sind für, dem Bausparvertrag ähnliche, Anlagen auf unter einen Prozent im Jahr gesunken, was einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten der Bausparer begründet hat und die Bausparkassen doppelt unter Druck setzt: Einerseits, weil die Anleger weniger Bauspardarlehen abrufen. Diese wurden nämlich ursprünglich im Bausparvertrag zu einem aus heutiger Sicht relativ hohen Zinssatz festgelegt und sind nun für die Bausparer ungünstig, da gewöhnliche Immobilienkredite preiswerter zu erhalten sind. Andererseits sind die Guthabenzinsen mit teilweise bis zu fünf Prozent so hoch, dass Bausparer sich dazu entschließen, die volle Summe anzusparen und/oder den Bausparvertrag möglichst lange in der Ansparphase zu halten, um das Geld als reine Anlage am Bausparkonto zu belassen. Als Konsequenz entwickelte sich in Deutschland eine Kündigungswelle seitens der Kreditinstitute. Ziel der Bausparkassen ist es, die für sie ungünstigen "Altverträge" zu reduzieren. Als Reaktion klagen gekündigte Anleger ihre Vertragspartnerinnen mit der Begründung, dass die Kündigungen unwirksam seien. Eine höchstgerichtliche Entscheidung steht noch aus. In Österreich konnten derartige Probleme nicht entstehen. Der Grund liegt in der Ausgestaltung der österreichischen Bausparverträge. Eine Kündigungswelle, wie momentan in Deutschland, bleibt den österreichischen Bausparern somit erspart.In dieser Arbeit wird einleitend auf das Wesen des Bausparvertrags und dessen Geschäftsmodell eingegangen. Darauf folgend wird ein Vergleich der, in Deutschland und Österreich unterschiedlichen, Vertragsgestaltungen des Bausparvertrags angestellt. Schließlich werden die unterschiedlichen in Frage kommenden gesetzlichen und vertraglichen Kündigungsgründe der Kreditinstitute in Deutschland und Österreich beleuchtet und untersucht.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the current low interest rates several business models of credit institutions in Germany turn out to be unbearable and unprofitable. This also includes the building loan agreement.Particularly in the past, the German building societies promised to grant highly remunerated and fixed deposit rates up to five percent which baited a large amount of clients. However, the current interest rates have decreased dramatically lingering below one percent. That is why the behaviour of the clients has changed and put the building societes under pressure in two respects: On the one hand the customers now demand less building-society loans. Originally these were set in the building loan agreement on a comparatively high loan interest level and are now unfavourable for the clients because usual property loans are less expensive. On the other hand the arranged deposit rates are quite high. That is why the clients prefer keeping the building loan agreement in the saving stage and leaving the money on the building savings accounts as long as possible.Consequently, in Germany there has developed a wave of terminations on the part of the credit institutions. Main goal of the building societies is to reduce the majority of the old and unbearable contracts. As a result, terminated investors have filed suits trying to counter these cancellations. The judgments of the supreme court in Germany are pending.In Austria troubles of this sort could not emerge. The reason is the contractual arrangement of Austrian building loan agreements. That is why a wave of terminations like in Germany has stayed away.This thesis preliminarily illustrates the character and the business model of building loan agreements. Subsequently, there is a comparative analysis of the contractual arrangements in German and Austrian building loan contracts.Finally, the different eligible legal and contractual options of termination are examined and investigated.

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