Titelaufnahme

Titel
Gender and interaction : a corpus-based study of the characteristics of female and male conversational techniques / vorgelegt von Carolina Hohenwarter
Verfasser/ VerfasserinHohenwarter, Carolina
Begutachter / BegutachterinPenz, Hermine
ErschienenGraz, 2015
Umfang89 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) + 1 CD-ROM
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gespräch / Konversationsanalyse / Geschlechtsunterschied
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-95958 Persistent Identifier (URN)
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Gender and interaction [0.87 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Frauen und Männer unterschiedliche Konversationsstile haben, wie es mehrheitlich in der wissenschaftlichen Literatur behauptet wird. Der erste Schritt bei der Beantwortung dieser Frage ist die Auseinandersetzung mit der vorhandenen Forschungsliteratur. Bis in die 1990er Jahre war diese stark auf die Annahme gestützt, dass Frauen eine ‚machtlose Sprache sprechen, da sie Männern gesellschaftlich untergeordnet sind. Danach führte unter anderem die Forschung von Tannen zu großen Veränderungen auf diesem Gebiet. Ihr Ansatz war interkulturell geprägt und stützte sich auf die Hypothese, dass geschlechterspezifische Konversationsstile durch den kulturellen Kontext geformt werden. In diesem Zusammenhang wurden Frauen und Männer als zwei gesellschaftliche Gruppen bezeichnet, die eigene genderlects verwenden. Diese Unterscheide zwischen Frauen und Männern wurden mit dem Aufkommen des Sozialkonstruktivismus, einer Bewegung, welche geschlechterspezifische Konversationsstile als performativ und veränderbar ansieht, mehr und mehr abgeschafft. Der zweite Schritt um herauszufinden ob Männer und Frauen unterschiedlich interagieren, ist die Präsentation der Eigenschaften der jeweiligen Konversationstechniken. Diese stellen die Parameter für die darauffolgende Diskursanalyse, den dritten Schritt, dar. Diese Analyse basiert auf sechs transkribierten Konversationen des Santa Barbara Corpus of Spoken American English. Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Analyse ist, dass geschlechterspezifische Konversationstechniken nicht gegensätzlich sind, sondern ein Spektrum darstellen, bei welchem es Überschneidungen gibt. Weiters ergab die Analyse, dass Gesprächstechniken von Frauen mehr durch Kooperativität als durch Unsicherheit geprägt sind. Zu guter Letzt zeigte die Diskursanalyse, dass das Bild der Gesprächstechniken von Männern zu eng gefasst ist, da diese auch Interaktionsstrategien, die Frauen zugeschrieben wurden, verwenden.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis deals with the question of whether women and men converse differently, as it has been suggested in the great majority of books on gender and interaction. In order to answer this question, a first step is the discussion of available research literature. Until the 1990s, most research on gender and interaction focused on the assumption that womens speech is ‘powerless due to their social subordination to men, who embody normative behaviour. The work of Tannen, among others, brought about great changes in this field. She took a cross-cultural approach and proposed that gendered conversation styles are created and shaped within the cultural environment. Women and men were thus considered as two social groups with their own genderlects. With the subsequent emergence of post-structuralist ideas, the differences between mens and womens speech were erased more and more. This era was characterised by social constructivism, a movement which assumes that gendered styles of interaction are performative and changeable. A second step towards finding out whether men and women interact in different ways is the discussion of the assumed features of womens and mens talk. These differences serve as parameters for the subsequent discourse analysis, the third step to uncover the existence of gendered styles of conversing. This analysis is carried out on the basis of the Santa Barbara Corpus of Spoken American English, of which six conversations are chosen and discussed using transcribed examples. The findings propose that gendered styles of interaction constitute two ends of a spectrum allowing for overlap instead of a dichotomy. Additionally, the findings show that womens talk is clearly dominated by cooperative strategies rather than by tentative ones, which were very uncommon in the data. Finally, the analysis puts forward that the view of mens speech is too narrow because they also employ conversational strategies rather attributed to women.