Titelaufnahme

Titel
Die Reputationsrisiken globaler Prüfungsgesellschaften : Empirische Quantifizierung von Reputationsverlusten in den Aktienkursen der Mandanten / David Bugelnig
Weitere Titel
The reputation risk of global audit firms : empirical analysis of reputational losses in the stock price variations of clients
Verfasser/ VerfasserinBugelnig, David
Begutachter / BegutachterinEwert, Ralf
ErschienenGraz, Dezember 2015
UmfangVI, 72 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Jahresabschlussprüfung / Prestige
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-95758 Persistent Identifier (URN)
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Die Reputationsrisiken globaler Prüfungsgesellschaften [1.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Abschlussprüfung stellt aus informationsökonomischer Sicht ein Erfahrungs- bzw. Vertrauensgut mit asymmetrischer Informationsverteilung dar, wodurch sich Schwierigkeiten bei der Einschätzung der Leistungsqualität ergeben. In diesem Zusammenhang kommt der Reputation des Abschlussprüfers eine besondere Bedeutung zu, da diese als Signal für die Qualifikation des Prüfers dient. Allerdings werden durch die Reputation nicht nur Qualitätsunsicherheiten gemindert, sondern bewirkt die Wahl eines reputierlichen Abschlussprüfers eine Glaubwürdigkeitsverbesserung der Jahresabschlussinformationen. Kommt es in weiter Folge zu einem Reputationsverlust sieht sich der Abschlussprüfer mit ökonomischen bzw. rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Auf Unternehmensseite hingegen führt der Reputationsverlust dazu, dass der Kapitalmarkt das Vertrauen in den bereitgestellten Jahresabschluss verliert, wobei es bei einem erheblichen Vertrauensverlust zu Aktienkurseinbußen beim Mandanten kommen kann. Aufbauend auf der theoretischen Fundierung des Reputationsmechanismus, beschäftigt sich diese Arbeit vor allem mit der Frage, ob sich der Reputationsverlust eines Abschlussprüfers in den Aktienkursen der Mandanten wiederspiegelt. Zudem wird überprüft, ob in diesem Zusammenhang marktweite bzw. markübergreifende Spill-Over-Effekte, verursacht durch den Reputationsverlust, im Bereich global agierender Prüfungsgesellschaften nachgewiesen werden können. Dazu werden empirische Studien im Zusammenhang mit den Reputationsverlusten der US-Prüfungsgesellschaft Arthur Andersen bzw. der japanischen Gesellschaft Chuo Aoyama behandelt. Diese lassen erkennen, dass nicht nur die Mandanten der fehlerverursachenden Prüfungsgesellschaft unter dem Reputationsverlust zu leiden hatten, sondern auch die Mandanten der restlichen global agierenden Prüfungsgesellschaften Aktienkurseinbußen verzeichneten und dies sowohl in Bezug auf den japanischen bzw. US-Kapitalmarkt als auch auf Kapitalmärkte anderer Länder.

Zusammenfassung (Englisch)

From an information economic perspective the audit is a typical experience good with asymmetric information, which means, that there are difficulties to determine the quality. Thus, the reputation of the auditor is of a particular importance because it serves as a signal for the qualification of the auditor. However, the reputation is not only crucial for diminishing quality uncertainties. At the same time hiring a high reputation auditor improves the credibility of the financial statement because the capital market assumes that the client is subject to high auditing standards. But if the auditor does not act in the right way it leads to a reputational loss and consequently to economic or legal consequences. Furthermore such a reputational loss causes a lack of confidence in the accuracy of the financial statement, which can evoke negative stock market reactions with the client. In addition to the theoretical foundations this paper addresses the issue of whether the reputational loss is reflected in the stock price movements of the clients. Further the paper tries to answer the question whether there are possible spillover effects of the reputational loss in the field of global audit firms or not. To examine these issues this paper describes some empirical studies in relation with the reputational loss of the US audit firm Arthur Andersen and that of the Japanese audit company ChuoAoyama. The results of these studies indicate that not only the clients of the audit firm had to suffer from the reputational loss, which caused the audit failure, but also the clients of the remaining global audit firms recorded negative market reactions. This could be seen both in the Japanese and US capital market as well as in capital markets of other countries. All in all this indicates that there is evidence for reputation spillover effects.

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