Titelaufnahme

Titel
Central banks and asset-price bubbles : the lean versus clean debate / Mag. Corinna Blasch, B.A. (Econ.)
Verfasser/ VerfasserinBlasch, Corinna
Begutachter / BegutachterinHill, Robert
ErschienenGraz, March 2016
UmfangVIII, 57 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Notenbank / Geldpolitik
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-95697 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Central banks and asset-price bubbles [0.36 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die jüngste Finanzkrise hat wieder einmal gezeigt, dass Boom-Bust-Zyklen bei Vermögenspreisen verheerende Auswirkungen auf die makroökonomische und finanzielle Stabilität haben können. Die enormen Kosten der Krise haben dazu geführt, dass die Diskussion zum Thema „Zentralbanken und Vermögenspreise“ neu entfacht ist. Während die meisten Zentralbanken vor der Krise Vermögenspreise in ihre geldpolitischen Entscheidungen nur insoweit einbezogen, als dies im Hinblick auf die Erreichung ihrer Ziele geboten erschien, tendieren sie heute dazu, eine „leaning against the wind“-Strategie zu verfolgen. Die vorliegende Arbeit stellt zwei unterschiedliche NK-DSGE Modelle vor. Zum einen jenes von Ben Bernanke und Mark Gertler (1999), welches auf Bernanke et al. (1999) aufbaut. Dieses Modell berücksichtigt sowohl Kreditmarktfriktionen auf Seiten der Kreditnehmerinnen als auch Bewegungen von Vermögenspreisen, die nicht durch Fundamentaldaten getrieben sind. Bernanke und Gertler kommen zum Schluss, dass eine aggressive Inflationssteuerung die beste Alternative darstellt, um Boom-Bust-Zyklen bei Vermögenspreisen zu begegnen. Das zweite Modell ist jenes von Gambacorta und Signoretti (2014), welches das Modell von Bernanke und Gertler (1999) erweitert. Es werden Erfahrungen aus der Finanzkrise berücksichtigt und deshalb Kreditmarktfriktionen auf Seiten der Kreditgeberinnen einbezogen. Gambacorta und Signoretti gelangen zu dem Resultat, dass eine Politik basierend auf einer um Vermögenspreise erweiterten Taylor Regel zu Wohlfahrtsgewinnen führt. Obwohl bei der Konzeption von Modellen Fortschritte erzielt wurden, sind weitere Verbesserungen notwendig und die Prognosen mit Vorsicht zu genießen. Boom-Bust-Zyklen haben in der Vergangenheit zu schweren wirtschaftlichen Schäden geführt, weshalb zumindest eine zeitweise „leaning“-Strategie der Zentralbank vernünftig erscheint.

Zusammenfassung (Englisch)

Booms and busts in asset prices can pose severe threats to macroeconomic and financial stability as was shown by the recent global financial crisis. In light of its huge costs a long-standing debate centring on the question of how monetary policy should respond to asset-price bubbles is again fuelled. While the consensus view before the crisis was that central banks should not respond to asset-price movements over and above the response necessary in terms of their objectives but instead clean up after a bubble bursts, the prevailing belief is that monetary authorities should at times “lean against the wind”. One possibility to analyse which policy works best is to use macroeconomic models and conduct different simulation experiments. Therefore, the thesis presents two different NK-DSGE modelling approaches: Within an otherwise standard DNK framework that allows for credit-market frictions on the borrowers side and non-fundamental movements in asset prices Ben Bernanke and Mark Gertler (1999), based on Bernanke et al. (1999), analyse the performance of inflation targeting when boom-bust cycles in asset prices occur. They find that aggressive inflation targeting can stabilize output and inflation. Gambacorta and Signoretti (2014) improve the model used by Bernanke and Gertler as they not only consider financial frictions on the side of borrowers but also on the side of lenders. Their framework suggests that following an augmented Taylor rule that also takes into account asset prices is welfare enhancing. Although it can be observed that progress is being made as regards to modelling, there is still room for further improvement and model predictions need to be interpreted with caution. History revealed that booms and busts in asset prices may have devastating effects on the real economy. Hence, it seems reasonable that central banks occasionally adopt a leaning strategy.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 97 mal heruntergeladen.