Titelaufnahme

Titel
Die Unterscheidung zwischen Verdächtigen und Beschuldigten durch das Strafprozessrechtsänderungsgesetz 2014 im Rechtsvergleich mit Deutschland / eingereicht von Christina Fritz
Weitere Titel
The difference between a suspect and an acussed according to the amendment of the code of criminal procedure 2014 in comparison with the German law
Verfasser/ VerfasserinFritz, Christina
Begutachter / BegutachterinSchmölzer, Gabriele
ErschienenGraz, November 2015
UmfangVII, 71 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafrecht / Vorverfahren / Beschuldigter / Deutschland
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-95594 Persistent Identifier (URN)
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Die Unterscheidung zwischen Verdächtigen und Beschuldigten durch das Strafprozessrechtsänderungsgesetz 2014 im Rechtsvergleich mit Deutschland [0.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

„Verdächtiger“ oder „Beschuldigter“ macht es einen Unterschied? Heißt angezeigt gleich beschuldigt? Was mit der Reform des strafrechtlichen Vorverfahrens im Jahre 2008 eigentlich gut gemeint war, erwies sich in der Praxis als nicht ganz so zufriedenstellend wie angedacht. Dass man nach einer Anzeige zügig als Beschuldigter geführt wurde, sollte den Zweck haben, dass man alsbald in den Genuss der damit einhergehenden Rechte kommt. Dies brachte jedoch nicht nur Vorteile mit sich. Man wurde selbst nach haltlosen, anonymen Anzeigen schnell zum Beschuldigten. Gerade eine mediale Bezeichnung als „Beschuldigter“ kann speziell für Personen, die im öffentlichen Interesse stehen (Politiker etc) unangenehme Folgen nach sich ziehen. Strafanzeigen eigneten sich somit hervorragend als Druckmittel im politischen bzw wirtschaftlichen Konkurrenzkampf. Mit der Einführung einer Unterscheidung zwischen einem „Verdächtigen“ und einem „Beschuldigten“ durch das Strafprozessrechtsänderungsgesetz 2014 versuchte man diese vorzeitige „Brandmarkung“ als Beschuldigter zu entschärfen. Ziel dieser Diplomarbeit ist es, dem Leser die Unterscheidung zwischen der Rechtsstellung des „Beschuldigten“ und durch das StPÄG 2014 neu eingeführten „Verdächtigen“ zu erläutern. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird ein historischer Rückblick auf das österreichische Strafprozessrecht vorgenommen und die Entwicklung der Begrifflichkeiten des Verdächtigen und des Beschuldigten behandelt. Anschließend, die seit 1.1.2015 neue Gesetzeslage erörtert, Vor- und Nachteile herausgearbeitet und diese kritisch betrachtet. Da es sich in Österreich um neue Begrifflichkeiten, Normen und Vorgehensweisen handelt, bietet es sich an, einen Blick über die Grenze nach Deutschland zu machen, weil die für uns neuen Regelungen in Deutschland teilweise schon länger in Kraft sind. Somit widmet sich das letzte Kapitel der deutschen Rechtslage und vergleich beiden Staaten.

Zusammenfassung (Englisch)

"Suspect" or "acussed" - does it make a difference? The reform of criminal pretrial in 2008 was not as satisfatory as planned. It defines an „acussed“ as a person who is reported to the authorities and aims at providing this person with the relevant rights immediately after being reported. However, what was intended to avoid lengthy lawsuits backfired in many aspects. For example, some high-rank officials and politicians suffered significant loss of reputation after being an „acussed“ in the media. Moreover, using such accusations to gain advantages over political and/or economical competitors has become a widspread practice. The introduction of a distinction between an „acussed“ and a „suspect“ through the amendment of the code of criminal procedure in 2014 was a first step towards preventing this kind of social stigmatization.The aim of this thesis ist to provide the reader the distinction between the legal status of an "acussed" and a "suspect" by the amendment of the code of criminal procedure 2014. In the first part of this thesis, a historical review of the Austrian law of criminal procedure is provided with the focus on the development of the terms "acussed" and "suspect". Subsequently, we discuss advantages and disadvantages of the new laws and regulations effective of 1st January 2015 and critically analyze their social and economic consequences. Finally, the Austrian law is compared to the law in Germany where the new sets of terms, standards and procedures have been in force longer than in Austria.